Richter
Kapitel 14, Vers 11–20
Philister betrügen Simson
11Als die Angehörigen der Braut sahen, dass Simson in Timna eingetroffen war, schickten sie ihm dreißig junge Männer, die mit ihm zusammen feiern sollten. 12Simson sagte zu ihnen: »Ich möchte euch ein Rätsel stellen. Wenn ihr es in der Festwoche löst, gebe ich euch dreißig wertvolle Leinenhemden und dreißig kostbare Gewänder. 13Aber wenn ihr es nicht herausbekommt, müsst ihr mir dreißig Hemden und dreißig Gewänder geben.« »Lass dein Rätsel hören!«, antworteten sie. 14Da fragte Simson: »Was bedeutet das: Von dem, der frisst, bekam ich zu essen, und der Starke gab mir Süßes?« Drei Tage vergingen, ohne dass die Männer das Rätsel lösen konnten. 15Am vierten Tag drohten sie Simsons Braut: »Verleite deinen Mann dazu, dir die Lösung zu verraten, und sag sie uns! Sonst werden wir dich und die Familie deiner Eltern verbrennen! Oder habt ihr uns bloß eingeladen, um uns arm zu machen?« 16Die Frau ging zu Simson und brach in Tränen aus: »Du liebst mich nicht! In Wirklichkeit hasst du mich nur! Du stellst den Männern meines Volkes ein Rätsel und verschweigst mir die Lösung.« Er antwortete: »Nicht einmal meinen Eltern habe ich sie verraten, und da sollte ich sie bei dir ausplaudern?« 17Während der ganzen Festwoche weinte sie, wenn sie bei ihm war. Am siebten Tag schließlich flehte sie ihn so lange an, bis er ihr die Lösung anvertraute, und sie erzählte es den Philistern. 18Bevor die Sonne unterging, sagten die Männer zu Simson: »Was ist süßer als Honig und stärker als ein Löwe?« Er erwiderte: »Hättet ihr nicht mit meinem Kalb gepflügt, dann hättet ihr das Rätsel nicht gelöst.« 19Da wurde er vom Geist des HERRN ergriffen. Simson ging nach Aschkelon, tötete dreißig Philister, nahm ihre Gewänder und brachte sie den Männern, die sein Rätsel gelöst hatten. Dann kehrte er voller Zorn ins Haus seiner Eltern zurück. 20Seine Frau aber wurde mit dem Brautführer, einem der dreißig Männer, verheiratet.
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Weitere Infos →Während der Hochzeitsfestwoche stellte Simson dreißig Männern ein Rätsel. Mit verheerenden Folgen:
"»Was bedeutet das: Von dem, der frisst, bekam ich zu essen, und der Starke gab mir Süßes?«" [14]
Weshalb stellte Simson dieses Rätsel? Dazu müssen wir uns in Erinnerung rufen, was es tatsächlich bedeutete. Simson nahm Bezug auf das erste Abenteuer, welches er mit seiner gottgegebenen Kraft erlebt hatte. Ohne Angst und Furcht töte er einen Löwen. Einige Tage später aß er Honig von den Bienen, die sich in dem Kadaver eingenistet hatten. Simson war stolz auf seine Stärke, deshalb erzählte er ihnen das Rätsel.
Dieser Bibeltext hat tatsächlich mehr mit uns zu tun, als wir denken. Er zeigt uns, wohin Stolz führen kann. Kennen wir das nicht auch? Wir haben etwas Großartiges vollbracht und wollen es allen unter die Nase binden: "Erkennt ihr es? Seht ihr, wie gut ich bin? Löst das Rätsel!" Dann sind wir viel schneller bei Simson, als wir denken. Obwohl, und das ist besonders traurig daran, Gott uns vielleicht sogar diesen großen Segen, mit dem wir angeben, geschenkt hat.
Die Situation bei Simson eskalierte. Seine eigene Frau verriet ihn. Er mordete Menschen, um seine Schuld zu bezahlen, und verlor dabei seine Frau. Sie wurde einem anderen geben. Verrückt, wohin Stolz führen kann.