Esther
Kapitel 1, Vers 9–22
Königin Wasti wird verstoßen
9Königin Wasti gab im Inneren des Palasts ein Fest für die Frauen. 10Am siebten Tag des Festes, als der König vom Wein angeheitert war, rief er die sieben Eunuchen zu sich, die ihn persönlich bedienten: Mehuman, Biseta, Harbona, Bigta, Abagta, Setar und Karkas. 11Er befahl ihnen, die Königin zu holen, geschmückt mit dem königlichen Diadem. Denn er wollte seinen obersten Beamten und allen Gästen zeigen, wie wunderschön sie war. 12Doch Königin Wasti weigerte sich, der Aufforderung des Königs zu folgen. Da packte den König der Zorn. 13Er beriet sich sofort mit dem Rat der Weisen. Es waren geschichtskundige Männer und Rechtsgelehrte, die dem König bei allen Entscheidungen zur Seite standen. 14Sie hießen Karschena, Schetar, Admata, Tarsis, Meres, Marsena und Memuchan. Diese sieben Fürsten aus den Völkern der Meder und Perser waren die Vertrauten des Königs. Sie durften jederzeit zu ihm und nahmen nach ihm den ersten Rang im Königreich ein. 15»Was soll nach dem Gesetz mit Königin Wasti geschehen?«, fragte Xerxes. »Sie hat sich meinem Befehl widersetzt, den ihr meine Eunuchen überbracht haben.« 16Memuchan antwortete: »Königin Wasti ist nicht nur am König schuldig geworden, sondern auch an seinen Fürsten und am ganzen Volk in allen Provinzen des Reiches. 17Was sie getan hat, wird bei allen Frauen bekannt werden. Sie werden ihre Männer verachten und sagen: ›König Xerxes hat Königin Wasti befohlen, vor ihm zu erscheinen; aber sie kam einfach nicht!‹ 18Noch heute werden sich die Frauen der Fürsten von Persien und Medien ihren Männern gegenüber genauso respektlos verhalten, sobald sie erfahren, was die Königin getan hat. Das wird viel böses Blut geben! 19Wenn es dem König gefällt, möge er in einem Erlass verkünden, dass Königin Wasti nie mehr zu ihm kommen darf. Dieser Befehl muss Teil der Gesetze der Meder und Perser werden, damit er nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Der König sollte eine andere Frau zur Königin erwählen, die sich dafür als würdig erweist. 20Wenn man diesen Erlass im ganzen Reich bekannt gibt, werden alle Frauen ihre Männer achten, in den einfachen wie in den vornehmen Familien.« 21Dieser Vorschlag gefiel dem König und seinen Fürsten. Wie Memuchan geraten hatte, 22schickte Xerxes einen Erlass in alle Provinzen seines Reiches. Jede Volksgruppe erhielt das Schreiben in ihrer eigenen Schrift und Sprache. So wollte der König dafür sorgen, dass jeder Mann in seinem Haus das Sagen hatte. Außerdem ordnete er an, in jeder Familie solle die Sprache des Mannes gesprochen werden.
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Weitere Infos →Als König Xerxes bei seinem Fest angetrunken war, kam er auf eine ziemlich dumme Idee. Sein Stolz und Egoismus brachten ihn dazu, seine Frau Wasti "vorzuführen".
Dabei ging es ihm nicht darum, dass Wasti Komplimente für ihre Schönheit bekam. Es ging ihm einzig und allein darum, selbst gut dazustehen und angeben zu können.
Wasti machte das ganze Spiel nicht mit und verweigerte sich, zu ihm zu kommen. König Xerxes hatte sich blamiert! Seine eigene Frau wollte nicht auf ihn hören.
Der eigentlich schlimme Teil in dieser Geschichte ist, wie König Xerxes auf seine Blamage reagiert. Wir sehen, dass es ihm total wichtig war, was andere Menschen von ihm dachten. Seine Scheinfassade begann, sich aufzulösen. Anstatt sich seinem eigenen Egoismus und Stolz zu stellen, suchte er das Problem bei seiner Frau und trennte sich von ihr.
Weil wir Jesus kennen, haben wir einen anderen Umgang mit unseren begangenen Fehlern. Jesus kann uns vergeben und uns einen Neustart schenken.
Für uns bedeutet das praktisch, dass es wichtig ist, sich für Fehler bei Mitmenschen entschuldigen zu können und unsere Identität von Gott abhängig zu machen. Unsere Identität kommt nicht davon, was Menschen über uns denken, sondern davon, was Gott von uns denkt.