Psalm
Kapitel 78, Vers 24–32
Wunder erlebt - und dann?
24Er ließ das Manna auf sie herabregnen, Getreide vom Himmel gab er ihnen zu essen – 25ja, sie aßen das Brot der Engel! Gott gab ihnen mehr als genug zum Sattwerden. 26Dann ließ er den Ostwind losbrausen und schickte auch den Südwind auf seine stürmische Reise. 27Er ließ Fleisch auf sie herabregnen: Vögel, so zahlreich wie der Sand am Meer. 28Mitten ins Lager ließ er sie fallen, rings um ihre Zelte war alles damit bedeckt. 29Sie aßen davon und wurden mehr als satt; so gab Gott ihnen das, was sie verlangten. 30Doch sie hatten ihre Gier kaum gestillt und sich das Fleisch gerade erst in den Mund geschoben, 31als Gott aufs Neue zornig wurde. Er brachte ihre stärksten Männer um und vernichtete die jungen Krieger Israels. 32Dennoch sündigten sie weiter und vertrauten ihm nicht, obwohl er all diese Wunder vollbracht hatte.
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Weitere Infos →Wenn es Gott wirklich gibt, weshalb tut er dann kein Wunder?
Eine Frage, die uns vielleicht selbst schon beschäftigt hat oder die wir aus Gesprächen mit Freunden kennen. Doch ist ein Wunder wirklich immer die Lösung? Würden wir Gott mehr vertrauen, wenn wir mehr Wunder erleben würden?
Etwas in mir möchte diese Frage gern mit Ja beantworten. Natürlich würden wir Gott mehr vertrauen können, wenn er mehr Wunder tun würde. Ist doch klar. Doch da kommt jetzt der Bibelabschnitt von heute.
Die Israeliten erlebten zahlreiche Wunder in der Bibel, und dennoch kamen sie immer wieder von der richtigen Bahn ab.
Führen uns also mehr Wunder wirklich zu mehr Vertrauen und Gehorsam gegenüber Gott?
Wann beten wir am meisten? Vor oder nach einem Wunder? Die Antwort liegt gewissermaßen auf der Hand. Wenn ich ehrlich bin, ist es doch oft so: Ich nehme das Wunder (hoffentlich) dankend entgegen, drehe mich um und vergesse viel zu schnell den Geber des Wunders ... bis ich dann irgendwann mit einem neuen Problem auf der Matte stehe.
Was möchte ich damit sagen? Ich glaube, mehr Wunder sind nicht die Lösung für mehr Vertrauen. Ein Herz, das Gott aufrichtig sucht – auf dem Berg sowie im Tal –, ist die Lösung. Gott wird zu seiner Zeit sein Wunder tun.
Doch folge nicht dem Wunder, sondern deinem Gott.