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Impuls

Nur noch ein Wunder

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

4. Mose

Kapitel 14, Vers 11–​19

VERGEBUNG FÜR ISRAEL

11Er sprach zu Mose: »Dieses Volk hört nicht auf, mich zu beleidigen. Wie viele Wunder habe ich vor ihren Augen getan, und sie vertrauen mir immer noch nicht! Doch damit ist jetzt Schluss, 12denn ich werde sie durch eine Seuche ausrotten. An ihrer Stelle will ich deine Nachkommen zu einem Volk machen, das größer und mächtiger ist als sie.« 13Doch Mose wandte ein: »Wenn das geschieht, werden es die Ägypter erfahren. Sie haben erlebt, wie du unser Volk mit gewaltigen Taten aus ihrem Land befreit hast. 14Auch die Bewohner von Kanaan haben gehört, dass du, HERR, mitten unter uns bist und dich uns sogar zeigst. Sie wissen, dass deine Wolke über uns steht; bei Tag gehst du uns in der Wolkensäule voran und bei Nacht in der Feuersäule. 15Wenn du nun ganz Israel auf einen Schlag tötest, dann werden alle diese Völker, die schon so viel von dir gehört haben, davon erfahren und sagen: 16›Der HERR konnte dieses Volk nicht in das Land bringen, das er ihnen mit einem Eid versprochen hat. Er hat sie in der Wüste abgeschlachtet.‹ 17Darum bitte ich dich, Herr: Zeige deine Macht auf andere Weise. Du hast gesagt: 18›Meine Geduld ist groß, und meine Liebe kennt kein Ende. Ja, ich vergebe Schuld und Unrecht, doch ich lasse nicht alles ungestraft. Wenn jemand an seiner Schuld festhält, muss er die Folgen tragen, und nicht nur er, sondern auch seine Kinder, Enkel und Urenkel!‹ 19Herr, weil deine Liebe so groß ist, bitte ich dich: Vergib diesem Volk, wie du es auf dem ganzen Weg von Ägypten bis hierher immer wieder getan hast.«

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Im Abschnitt zuvor hatten Josua und Kaleb versucht, die Israeliten davon zu überzeugen, dass es möglich sei, das verheißene Land vor ihnen in Besitz zu nehmen. Doch die Reaktion auf ihre Motivationsrede war eindeutig: "Steinigt sie!" [10]

Die Situation war scheinbar dabei, zu eskalieren. So auch der Zorn Gottes. Der Herr sprach zu Mose:

"Dieses Volk hört nicht auf, mich zu beleidigen. Wie viele Wunder habe ich vor ihren Augen getan, und sie vertrauen mir immer noch nicht!" [11]

Vielleicht sollten wir mal kurz innehalten und darüber nachdenken. Gott nahm das Misstrauen des Volkes als Beleidigung auf. Die Wunder reichten dem Volk nicht aus, um dem Herrn zu vertrauen. Die Jünger Jesu sollten später einen ähnlichen Vorwurf zu hören bekommen. Und ich glaube, auch wir sollten uns heute die Frage stellen:

"Wie viele Wunder brauchen wir noch, um Gott zu vertrauen?"

Vielleicht mögen wir erschrocken sein, in welcher Klarheit der Herr im Folgenden davon spricht, das Volk zu vernichten. Das bin ich tatsächlich auch. Wobei ich den Frust ebenso verstehen kann. Umso mehr überraschen mich die Worte von Mose. Sie sind aufrichtig, mutig und wirkungsvoll.

"Darum bitte ich dich, Herr: Zeige deine Macht auf andere Weise. Du hast gesagt: ›Meine Geduld ist groß, und meine Liebe kennt kein Ende.‹" [17-18]

Wie wir im kommenden Abschnitt sehen werden, blieb Moses Bitte nicht ohne Wirkung …