4. Mose
Kapitel 14, Vers 20–25
Die Israeliten wollen nicht
20Da antwortete der HERR: »Ich will dem Volk vergeben, weil du mich darum bittest. 21Aber ich sage dir: So wahr ich lebe und so wahr die ganze Welt einmal von meiner Herrlichkeit erfüllt sein wird: 22-23Diese Leute hier werden das Land nicht sehen, das ich ihren Vorfahren versprochen habe. Keiner, der mich beleidigt hat, wird hineinkommen. Zehnmal haben sie mich nun schon herausgefordert. Obwohl sie meine Macht und die Wunder in Ägypten und hier in der Wüste mit eigenen Augen gesehen haben, wollen sie einfach nicht auf mich hören. 24Ganz anders dagegen mein Diener Kaleb: Er ließ sich nicht beirren und ist mir immer treu gefolgt. Darum werde ich ihn in das Land bringen, das er bereits gesehen hat. Seine Nachkommen sollen es besitzen. 25Die Amalekiter und die Kanaaniter jedoch werden in der Ebene wohnen bleiben. Aber zuvor werdet ihr alle in die Wüste zurückkehren. Morgen sollt ihr wieder in Richtung Rotes Meer aufbrechen.«
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Weitere Infos →Mose hatte im letzten Abschnitt Gott auf eindrucksstarke Weise an sein Versprechen erinnert, gnädig, geduldig und liebevoll mit seinem Volk zu sein. Am Ende seines Flehens hatte Mose stellvertretend für das gesamte Volk wieder einmal um Vergebung gebeten. Von Gottes Antwort auf Moses Bitte lesen wir direkt in Vers 20:
"Ich will dem Volk vergeben, weil du mich darum bittest."
Das war groß! Und dennoch nicht die ganze Antwort. Es heißt, dass die Leute, die Gott nicht vertrauen wollten, das verheißene Land vor sich niemals zu Gesicht bekommen würden. Das war bitter. Und dennoch auch nachvollziehbar. Sie selbst wünschten sich ja, von Ägypten niemals aufgebrochen zu sein. Man könnte sagen, dass sie sich selbst ausgeschlossen hatten.
Kennst du das? Die Tür fällt zu und du stehst da – mit wirrem Haar. Ich könnte dir jetzt eine lustige Geschichte von einer kaputten Bankkarte erzählen, doch das ist nicht mein Punkt. Gott hatte das verheißene Land vorgesehen. Es sollte ihre eigene Wohnung sein. Die "Wohnung" des Volkes Israel. Und dennoch schloss es die Tür von außen selbst zu. Traurig.
Leider passiert uns das bis heute. Die alles entscheidende Frage ist und wird immer sein: "Vertrauen wir Gott?" Denn ich glaube, es gibt tatsächlich die Möglichkeit, nicht dort anzukommen, wo wir mit Gottvertrauen eigentlich ankommen könnten/sollten. Klingt hart, ist aber, glaube ich, die Wahrheit.