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Buchtipp: Daring Greatly - Brené Brown

Mona Kleinfeldvon Mona Kleinfeld
Soziales Leben
Buchtipp: Daring Greatly - Brené Brown

Wir sind einmal mehr in unserer Themenreihe angekommen, in der euch jeweils ein Buch als Empfehlung mitgegeben wird. Dieses Mal möchte ich dir mit meinem Lesetipp kein Werk von einem allzu bekannten christlichen Autor mitgeben, sondern eine Lektüre von Brené Brown. Insofern du bereits Berührungspunkte mit verschiedenen TED Talks gehabt hast, magst du von ihr schon gehört haben. Sie ist eine preisgekrönte und renommierte Research-Professorin an der University of Houston - Graduate College of Social Work und forscht seit mehr als einem Jahrzehnt zum Thema Verletzlichkeit und Scham. Ihr Werk Daring Greatly möchte ich dir heute ans Herz legen, da ich die Auseinandersetzung mit den Aspekten von Verletzlichkeit und Scham für jeden von uns als essenziell betrachte.

Den Mut zu haben, verletzlich zu sein, verändert die Art und Weise, wie wir leben, lieben, erziehen und anleiten. Egal, ob ein Elternteil mit dir schimpft, weil du etwas falsch gemacht hast, oder ob der Chef dich öffentlich zurechtweist, wenn ein größerer Fehler begangen wurde – wir alle kennen doch dieses Gefühl der Scham. Brown als Researcherin belegt in ihrem Werk empirisch, was genau Scham ist und woher diese kommt. Somit lässt sich besser nachvollziehen, wie Scham ein Gefühl der Unwürdigkeit hervorruft und inwiefern Scham in unserer eigenen Kultur behaftet ist. Neben dem Aspekt der Scham geht Brown zusätzlich auf den Ursprung von Verletzlichkeit ein. Ihrer Argumentation nach brauchen wir Verletzlichkeit, um eine Widerstandsfähigkeit gegen Schamgefühle aufbauen zu können. Die Konsequenz daraus bedeutet eine nachhaltigere Zufriedenheit mit dem, was wir haben.

Zu verstehen bzw. weiteren Input zu erhalten, weshalb wir in gewissen Situationen entsprechend handeln und wie wir uns in solchen Momenten reflektieren und weiterentwickeln können, dies finde ich nicht nur spannend zu erkennen, sondern unerlässlich, um es sich tiefer bewusst zu machen. Wenn du ansonsten eher derjenige bist, der Romane liest, mag dieses Buch nicht dein präferiertes sein, allerdings bin ich doch davon überzeugt, dass es sich für einen selbst lohnen wird. Im letzten Kapitel wird das Thema der Erziehung angesprochen sowie betrachtet; explizit unter der Überschrift, sich zu trauen und es zu wagen, die Art von Eltern und Erwachsene zu sein, von der wir uns wünschen, dass unsere Kinder mit dieser Art aufwachsen. Wie du merkst, werden zahlreiche Entwicklungs- und Denkprozesse angestoßen und immer wieder praktische Handlungsweisen aufgezeigt. Sich mit den besagten Begrifflichkeiten und Verhaltensweisen auseinanderzusetzen, ich denke, dies sollten wir regelmäßiger machen.

Ich wünsche dir eine anregende Lektüre.