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Der Platz, der dir gebührt

Mona Kleinfeldvon Mona Kleinfeld
Soziales Leben
Der Platz, der dir gebührt

Stellen wir uns gemeinsam folgendes Szenario vor: Endlich erreicht dich diese eine Einladung, auf die du bereits so lang sehnsüchtig gewartet hast. Dieses eine Treffen. Dieses Abendessen, zu dem jeder aus dem weiteren Freundeskreis bereits eingeladen wurde, nur du wartest schon ein wenig länger drauf. Dann steht der Augenblick bevor und du hast extra dein hoch angepriesenes Dessert zubereitet. Du kommst an, alle sind freundlich, doch bereits nach den ersten Minuten und Gesprächen wird dir bewusst, dass deine Erwartung eine ganz andere gewesen war.

Ihr habt Gemeinschaft und doch erfüllen dich die Gespräche nicht. Ihr habt exzellentes Essen und doch wirst du nicht satt. Die Rahmenbedingungen erschienen so wunderbar, doch die Realität zeigt dir auf, dass dies nicht das ist, wonach du gesucht hast.

Weiter in diesem Bild gesprochen: Du sitzt am Tisch voller Essen und merkst, dass es nicht sättigt. Die Pracht und der Schein beugen sich über alles; du selbst kommst in der Realität an.

Und nun? Hier stelle ich mir selbst die Frage, wie meine Reaktion aussehen würde. Bleibe ich in der Runde mit dem gedeckten Tisch sitzen, selbst dann, wenn mir sämtliche Dinge fehlen? Insbesondere der essenziellste Teil, nämlich satt zu werden?

Begeben wir uns gemeinsam auf die Metaebene. Wie oft machen wir im Leben einfach weiter, wenn es schön aussieht oder gut auf die Menschen um uns herum wirkt, einen selbst jedoch auf Ernüchterung stoßen lässt. Eine Beziehung mag schön aussehen, doch gegenseitig stärkt oder erfüllt ihr euer Leben nicht mehr. Ein Job mag der beste in der Beschreibung sein, und doch langweile ich mich.

Lasse ich mein Leben so verlaufen, dass ich mich an einen Platz begebe, der frei ist, allerdings nicht das Bestmögliche für mich bedeutet? Oder wage ich mich weiter und gebe ich mich nicht mit dem Durchschnitt zufrieden, sondern lange nach dem, was mich voll ausfüllt?

Ich denke, dass wir uns diese Frage immer wieder neu im Alltag stellen dürfen. Ich bin davon überzeugt, dass Gott das Beste für dich möchte und dass Er will und darauf wartet, dass du dies auch in Anspruch nimmst. Ich glaube, dass Er einen Platz für dich vorbereitet hat, der dir gebührt. Wo deine Träume und Sehnsüchte anders und neu aufleuchten und du merkst, dass eine innere Ruhe für dich eintritt.

Heute habe ich viel von Essen gesprochen. Ohne dir eine große Selbstreflexion auftragen zu wollen, nimm dies doch gern zum Anlass, um bei deiner nächsten Mahlzeit kurz innezuhalten und für dich zu überlegen, ob du genau in diesem Augenblick sagen kannst, dass du glücklich und dankbar bist. Wenn wir dies alle gemeinsam des öfteren machen, wären wir sicherlich in vielen alltäglichen Entscheidungen einen Schritt weiter.