„Neues Jahr, neues Glück.“ – „Frohes Neues – kann ja nur besser werden!“ – „Auf ein Neues.“
Mit Beginn des neuen Jahres wurde dir der eine oder andere bekannte Zuspruch und Wunsch möglicherweise entgegengebracht. Vielleicht aus Höflichkeit, aufgrund unseres gesellschaftlichen Verständnisses und viele sicherlich noch mal stärker von Herzen gemeint.
Oftmals wird gefragt, nach den Zielen und Dingen, die für das neue Jahr vorgenommen wurden. Ziele für das neue Jahr und neuer Mut für die eigenen Wünsche oder Dinge, welche erneut angegangen werden sollen.
Wann immer ich selbst diesen Gedanken folge, schwingt ein kleiner Unterton mit, der mit einer Art von Last belegt ist. Über das Jahr hinweg setzen wir Prioritäten und festigen z. B. Projekte bei der Arbeit, welche zu Ende zu bringen sind. Oder auch Prioritäten für Menschen und einen Austausch mit diesen. Auch in dieser Zeit zum Ende des einen und zu Beginn des neuen Jahres mögen sich oft selbstauferlegte Dinge wie eine Art Zwang anfühlen. Hat man sich die ersten Monate noch auf ein Kaffeetrinken mit einem Freund gefreut, wird es die nächsten Male vielleicht Zeiten geben, bei denen man nicht ganz anwesend ist. Oder dann, wenn sich ein Abendessen mit dem Partner nicht mehr so leicht anfühlt wie in der Woche zuvor. Was helfen dir und mir gute Ziele und Ansätze, wenn sich abzeichnet, dass über die Zeit die Freude dabei verloren geht?
Wichtig ist mir an dieser Stelle zu betonen, dass ich ein großer Befürworter von Strategien, Plänen und neuen Zielen bin. Dabei wird es für mich nur immer wichtiger herauszufinden, wo wahrliche Freude und Elan einhergehen und dass wir auch in Momenten, in denen wir keine echte Kraft mehr haben, dranbleiben und reflektieren, weshalb wir damals für diese Ziele und Dinge losgegangen sind.
Lass dir mal wieder ganz bewusst machen, dass du nicht alles im Zwang angehen musst, sondern auch erhalten darfst. Dass sich beim Angehen der Ziele deine Gedanken von „Ich muss noch …“ zu „Er wird mit dabei sein …“ ändern. Er, Gott, wird mit dabei sein, wenn es gilt, sich wieder aufzuraffen und Freude zu zeigen. Freude für mein Gegenüber und weitere Pläne. Wie formuliere ich also Ziele und Gedanken – egal, ob lang- oder kurzfristig? Gehe ich bejahend dort heran oder werden diese unterbewusst mit einer Notwendigkeit betitelt? Das, was für dich wichtig ist, gilt es, so wahrzunehmen und auszufüllen, dass neben dem Mut und Willen für besagte Pläne auch die Freude wieder sichtbar ist.
Erinnere dich daran, dass du auch in diesem Jahr und in diesen Zeiten getragen wirst. Nimm die Freude dafür umso mehr mit.