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Lass Jesus deine Neujahrsvorsätze schreiben!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben
Lass Jesus deine Neujahrsvorsätze schreiben!

Es gibt diesen Moment zwischen den Jahren, in dem alles ein bisschen still wird. Das alte Jahr hängt noch wie ein altes Foto an der Pinnwand und das neue klopft schon leise an. Kennen wir es nicht alle, dass wir in der Foto-Mediathek auf unserem Smartphone zufällig den Rückblick vom „Herbst 2024“ oder vom „März 2025“ sehen und dabei einen leicht nostalgischen Moment haben, obwohl es noch gar nicht so lange her ist?!

Das neue Jahr klopft schon leise an, mit all seinen unbeschriebenen Seiten.

Und dann kommt er wieder: Der Druck, jetzt besser, disziplinierter oder „geistlicher“ zu werden. Neues Jahr, neue Ziele. Mehr Bibel lesen, weniger scrollen. Mehr Geduld, weniger Sorgen. Du kennst das Spiel sicherlich ... Ich auch.

Doch in diesem Jahr möchte ich mir und uns allen eine Frage stellen, die ins Herz trifft:

„Darf Jesus deine Vorsätze schreiben?“

1. Jesus schreibt anders, als wir planen.

Ich würde meine Vorsätze meistens so formulieren: „Dieses Jahr reiße ich mich zusammen!“

Jesus hingegen schreibt eher so: „Dieses Jahr darfst du lernen, dich in meine Arme fallen zu lassen.“

Wir denken in To-do-Listen, während Jesus in Veränderungsprozessen denkt. Wir setzen uns Ziele, die uns antreiben. Er setzt Ziele, die uns freisetzen. Wo wir uns einfach nur optimieren wollen, will Jesus uns heilen.

Vielleicht bedeutet das, dass dein wichtigster Vorsatz für das nächste Jahr gar nicht lautet, früher aufzustehen oder weniger Schokolade zu essen (der berühmte Klassiker bei Neujahrsvorsätzen), sondern zu lernen, in Jesu Nähe zu bleiben. Ihn in den kleinen Dingen zu suchen. Jesus in den lauten Momenten des Lebens nicht zu verlieren.

2. Wenn Jesus schreibt, wird es persönlich.

Vorsätze, die wir selbst schreiben, beginnen oft mit unseren Schwachstellen, die uns klar vor Augen stehen. Vorsätze aber, die Jesus schreibt, beginnen mit seiner Liebe.

Vielleicht flüstert dir Jesus zu: „Dieses Jahr möchte ich deine Freude wiederherstellen.“

Oder: „Dieses Jahr arbeiten wir gemeinsam an deinem Vertrauen zu mir.“

Oder auch: „Dieses Jahr wirst du entdecken, wie sehr ich dich wirklich liebe.“

Das ist keine Einladung zu mehr Leistung, sondern eine Einladung zu mehr Nähe.

3. Gib Jesus deinen Stift. Und auch deine Angst.

Vielleicht denkst du gerade: „Aber was, wenn Jesus etwas von mir verlangt, was ich nicht schaffe?“ Die Wahrheit ist jedoch: Jesus fordert nichts, wozu er dich nicht gleichzeitig befähigt. Wenn Jesus schreibt, schreibt er immer mit Gnade.

Vielleicht heißt dein Vorsatz für 2026 nicht: „Ich werde ...“, sondern: „Jesus, ich vertraue dir, dass du ... wirst.“

Jesus ist der Autor und der Vollender deines Lebens. Nicht du selbst bist es. Du darfst Seite für Seite des neuen Jahres 2026 mit ihm gemeinsam erleben, anstatt selbst alles kontrollieren zu wollen!

4. Mach es konkret, aber nicht kompliziert.

Wenn Jesus deine Vorsätze schreiben darf, wird es erstaunlich leicht. Zwar nicht banal, aber einfach.

Dazu ein paar Fragen, die dir helfen können, deine Jahresvorsätze mit Fokus auf Jesus schreiben zu können. Geh ins Gebet und bitte Jesus um Antworten auf folgende Fragen:

  • Jesus, wo möchtest du in meinem Leben Raum für etwas schaffen?

  • Welches Thema darf ich mit dir, Jesus, neu lernen?

  • Welcher Vers soll mein Herz dieses Jahr begleiten?

  • Was darf ich endlich loslassen und vertrauensvoll in deine Hände geben?

Vielleicht schreibst du am Ende nur einen einzigen Satz auf. Und vielleicht reicht genau dieser eine Satz, um dein Jahr 2026 zu verändern.

5. Ein neues Jahr, das nicht von dir abhängt.

Dieses neue Jahr in deinem Leben ist ein Geschenk an dich. Und kein Wettbewerb!

Jesus ist nicht der Trainer, der dich von der Seitenlinie anschreit, dass du jetzt mal endlich schneller laufen sollst. Jesus ist vielmehr der Freund, der neben dir hergeht. Der Gott, der mit dir träumt. Der Eine, der dich trägt, wenn du stolperst.

Lass Jesus dein 2026 schreiben. Seite für Seite. In deinem neuen Jahr. Lass den ermutigenden Gedanken zu: Es könnte das ehrlichste und kraftvollste Jahr werden, das du jemals hattest.