STAYONFIRE

Blogpost

Geistliches Wachstum erleben - Einstellung kultivieren

Mona Kleinfeldvon Mona Kleinfeld
Glaubensleben
Geistliches Wachstum erleben - Einstellung kultivieren

Eine der entscheidenden Lehren und Dinge, die mir immer wieder im Leben begegnen, ist der Umgang mit persönlichen Einstellungen bzw. Sichtweisen im und für das Leben. Mir passiert es viel zu schnell, dass Ärger und Unmut groß sind, da Überlegungen und Pläne anders verlaufen als gedacht. Als banales Beispiel: Der Tag ist durchgeplant und nun ergibt sich bei der Arbeit eine Situation, die alles umwirft. Der Ausgangspunkt war nicht mal ich selbst, dennoch gehöre ich zum Team, welches gefragt ist, das aufgekommene Problem unmittelbar zu lösen. Unmut macht sich breit. Schon deshalb, weil man sich den Tagesablauf anders vorgestellt hatte. Als erste Reaktion sind wir genervt, müde und erschöpft. Dabei spreche ich nicht einmal von langwierigen, gravierenden Problemen, sondern von diesen Momenten, die nicht wie in meinem Kopf erdacht ablaufen. Du wirst deine eigenen Beispiele dafür haben.

Zurück zum Ausgangsgedanken und zu der Frage, wie wir auf uns einbrechende Begebenheiten reagieren. Natürlich ist es menschlich und es gehört zu uns, Unmut zu verspüren, wenn etwas nicht wie gedacht verläuft. Ich finde es allerdings entscheidend, was nach dem ersten Impuls in uns passiert. Bleiben wir weiterhin verärgert und übertragen wir dies auf unser Umfeld, z. B. unsere Kollegen? Sind wir einen Monat lang genervt, weil das eine Projekt damals nicht nach Plan verlaufen ist, und lassen wir diesen Ärger an Freunden oder dem Partner aus? Mir geht es darum, eigene Einstellungen und Antworten zu kultivieren, die anders sind, dass Dankbarkeit und Zufriedenheit im weiteren Blick über Unmut und Ärger stehen.

Wann hast du dir zuletzt bewusst gemacht, wie weit du im Leben vorangekommen bist und wie du auf dich und die Begebenheiten drumherum schaust? Wie viele der Dinge, die du gerade hast, sind die, nach denen du dich gesehnt hast und die du dir unendlich gewünscht hattest. Ein weiteres Beispiel: So lang wolltest du in eine neue Wohnung ziehen, hast dafür mehrere Jobs angenommen und konntest dir letzten Endes die Finanzierung sichern. Nun muss die Wohnung saniert werden, was dich viel kostet – materiell und emotional. Doch wie verändert sich schlagartig deine Einstellung? Bleibst du neben all dem Unmut dennoch dankbar, dass du in dieser einen Wohnung bleiben kannst, die einmal deine Traumwohnung geworden war?

Ein paar Gedanken und Ansätze möchte ich dir mitgeben, damit jeder von uns wenigstens kurz darüber nachdenkt, welche Kraft eine dankbare Sichtweise auf Begebenheiten haben kann. Mach dir öfters bewusst, was du bisher erreichen durftest, welche Wege Gott dir bereitet hat und wo du bereits mit ihm hindurch gegangen bist. Schreib es dir auf, sprich mit Menschen darüber, die dir nahestehen, und schaff Erinnerungen. Nimm dir bewusst fünf Minuten am Tag Zeit, hierüber nachzudenken. Verbunden mit dem ersten Beispiel: Bring deinen Kollegen am nächsten Tag Kaffee oder etwas Kleines mit, damit ihr als Team zusammenkommt – egal, wie nervig die Veränderung im Projekt war.

Ein bewusstes Atmen hilft, um wieder ruhiger zu werden. Aus eigener Erfahrung sage ich dir, dass mir dies schon so oft geholfen hat, wieder neutraler auf Situationen zu blicken. Manche Momente mögen nicht wie gedacht verlaufen sein, doch wie denkst du mit etwas Abstand darüber? Geht dein Blick nach vorn oder verlierst du dich in tiefem Unmut?

Ich ermutige dich, auch kleine Erfolge zu feiern und wenigstens kurz innezuhalten. So werden die Dankbarkeit größer und deine Sichtweise geprägt, dass es einen entscheidenden Unterschied macht, wie wir auf Situationen reagieren. Schön daran ist, dass Menschen es merken werden, wenn wir darauf aus sind, dankbare Sichtweisen zu etablieren. Wenn wir wachsen möchten – persönlich wie geistlich. Wenn wir reflektieren und uns täglich Zeit für einen Perspektivwechsel nehmen. Denk daran, dass geistliches und persönliches Wachstum direkt bei dir beginnen darf, und beziehe dabei auch unseren himmlischen Vater ein.