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Johannes-Evangelium - Warum es mein Lieblingsbuch der Bibel ist

Fabienne Diaconuvon Fabienne Diaconu
Glaubensleben
Johannes-Evangelium - Warum es mein Lieblingsbuch der Bibel ist

Die Bibel hat so viele Bücher und Texte, die mich begeistern. Die Frage nach meinem Lieblingsbuch ist daher gar nicht so leicht. Doch das Johannes-Evangelium ist das Buch in der Bibel, das mich irgendwie am meisten berührt. Das liegt noch nicht mal unbedingt an der Erzählung, sondern vielmehr am Schreibstil.

Lies allein mal den Beginn von Johannes 1:

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.“

Boah, wie wunderschön! Wie ausdrucksstark! Für mich als Schreib-Fan ist das ein kleines lyrisches Meisterwerk. Wie Johannes sich in der Wortwahl auf Genesis bezieht und damit ausdrückt, dass Jesus der ewige Gott ist, finde ich unglaublich. Ebenso das Ende des Buches, in Johannes 21:25:

„Es sind aber noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; und wenn sie eines nach dem anderen beschrieben würden, so glaube ich, die Welt würde die Bücher gar nicht fassen, die zu schreiben wären. Amen.“

In keinem anderen Buch der Bibel wird meiner Meinung nach so poetisch zum Ausdruck gebracht, wie groß und herrlich Jesus ist. Immer dann, wenn ich Johannes lese, freue ich mich regelrecht auf Anfang und Ende – einfach, weil ich die Stellen dann wieder lesen kann!

Doch mir gefällt das Buch noch aus einem zweiten Grund sehr gut. Dieser Grund ist in Kapitel 17 begründet. Hier lesen wir von Jesu Gebet für die Gemeinde. Ich finde, dass Kapitel 17 uns einen tiefen Einblick in das Herz Jesu gibt. Überleg einmal: Wir kennen das Gebet, das Jesus uns lehrt, und wir lesen auch, dass Jesus sich immer wieder zum Gebet zurückzog. Doch es gibt kein Kapitel wie dieses, in dem wir einen tiefen Einblick in seine Gedanken bekommen dürfen. Wie schön ist es, zu lesen, was seine Gebetsanliegen waren bzw. sind! Vers 20 rührt mich an der Stelle immer fast zu Tränen:

„Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“

Es bewegt mich und macht mich dankbar, zu lesen, dass Jesus für mich betet.

Ich mache hier jetzt mal Werbung für das Johannes-Evangelium: Nimm dir ein paar Tage Zeit, um es zu lesen, oder lies wenigstens mal Johannes 17. Und ich möchte dich ermutigen: Geh nach dem Lesen ins Gebet und formuliere eine Antwort. Denn das ist bei all der Großartigkeit dieser Textstellen das Wichtigste: Jesus ist nicht nur in diesem Kapitel erfahrbar. Wir können jeden Tag, zu jeder Zeit mit ihm sprechen! Durch den Glauben an ihn sind wir durch den Heiligen Geist zu einer Einheit gemacht, was tatsächlich ja eine Erhörung von Jesu Gebet in Vers 21 ist!

Wie wunderbar ist es, dass wir bei unserem Gott Vergebung empfangen können und eines Tages die Ewigkeit bei und mit ihm verbringen dürfen!