Matthäus
Kapitel 11, Vers 25–30
Die neue Lebensordnung
25Zu der Zeit betete Jesus: »Mein Vater, Herr über Himmel und Erde! Ich preise dich, dass du die Wahrheit über dein Reich vor den Klugen und Gebildeten verborgen und sie den Unwissenden enthüllt hast. 26Ja, Vater, das war dein Wille, so hat es dir gefallen. 27Mein Vater hat mir alle Macht gegeben. Nur der Vater kennt den Sohn. Und nur der Sohn kennt den Vater und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren will. 28Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. 29Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben. 30Das Joch, das ich euch auflege, ist leicht, und was ich von euch verlange, ist nicht schwer zu erfüllen.«
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Weitere Infos →Wie ist eigentlich der Charakter Gottes? Wie denkt Gott über dich und mich? Ich finde, in dieser Bibelstelle finden wir einige Antworten auf diese Frage.
Jesus drehte den Spieß um: So, wie es vorher in der Welt lief, läuft es in Gottes Reich nicht. Jesus möchte insbesondere die Menschen wertschätzen und erreichen, die nicht so viel von sich selbst halten. Zur Zeit Jesu auf dieser Erde gab es im jüdischen Volk eine echte Hierarchie, auch in religiösen Belangen: Die sogenannten Pharisäer führten das Judentum an, sie waren die religiöse Elite der damaligen Zeit und kontrollierten streng, wer sich an die Vorschriften hielt und wer nicht. Sie selbst hielten sich nicht an alle Gebote Gottes. Und: Die Pharisäer fügten gern Regeln hinzu, die so gar nicht von Gott gegeben wurden, um den Menschen das Einhalten der Gebote noch mehr zu erschweren. Die Pharisäer bestimmten das Gottesbild. Es herrschte ein großer religiöser Druck.
Und genau dem wirkte Jesus entschieden entgegen! Dem "Unwissenden" sollte das Wesen Gottes offenbart werden. Sie sollten begreifen, wer Gott wirklich ist. Die Klugen und Gebildeten, die Pharisäer, bauten sich ihr eigenes Gottesbild zusammen. Doch Jesus zeigte sich gerade denjenigen, die keine Chance in der damaligen Gesellschaft hatten.
Gott ist für alle gekommen. Und doch hat es ein hochmütiger, eingebildeter Mensch deutlich schwerer, Jesus als Herrn und Gott anzuerkennen, als es wohl ein demütiger Mensch hat.