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Impuls

Sind wir kleine Pharisäer?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Matthäus

Kapitel 9, Vers 9–​13

Der Zolleinnehmer Matthäus

9Als Jesus weiterging, sah er einen Mann am Zoll sitzen. Er hieß Matthäus. Jesus forderte ihn auf: »Komm, folge mir nach!« Sofort stand Matthäus auf und ging mit ihm. 10Später war Jesus mit seinen Jüngern bei Matthäus zu Gast. Matthäus hatte auch viele Zolleinnehmer und andere Leute mit schlechtem Ruf zum Essen eingeladen. 11Als die Pharisäer das sahen, fragten sie seine Jünger: »Weshalb gibt sich euer Lehrer mit solchen Sündern und Betrügern ab?« 12Jesus hörte das und antwortete: »Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken! 13Begreift doch endlich, was Gott meint, wenn er sagt: ›Wenn jemand barmherzig ist, so ist mir das lieber als irgendwelche Opfer und Gaben.‹ Ich bin gekommen, um Sünder in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen, und nicht solche, die sich sowieso für gut genug halten.«

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Jesus machte hier eine deutliche Ansage, die wir uns tatsächlich bis heute zu Herzen nehmen sollten:

"Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken!" [12]

Persönlich habe ich unter Christen erlebt, dass das "Pharisäertum" nicht gänzlich ausgestorben ist. Was meine ich damit? Die Pharisäer waren die damalige "religiöse Elite" in Israel. Sie legten den Menschen Gebote auf, die so gar nicht von Gott gegeben wurden, um sie in Religion zu zwingen. Sie stellten sich als heilig und perfekt dar, obwohl sie selbst längst nicht alles richtig machten, während die Pharisäer Menschen dafür verurteilten, dass sie nicht alles vor Gott richtig täten. Wie gesagt, dies sogar anhand von ausgedachten Geboten, die so gar nicht der Heiligen Schrift entsprachen.

Es ist wichtig, dass wir als Christen unser Herz checken: Verbirgt sich ein wenig ein Pharisäer in mir? Wie blicke ich auf andere Christen? Sehe ich meistens ihre Schuld und das, was sie alles noch nicht über Jesus verstanden haben? Spreche ich innerlich anderen Christen gern mal die persönliche Beziehung zu Jesus ab, nur weil sie vielleicht eine andere theologische Meinung vertreten als ich?

Stattdessen sollen wir in Liebe und Barmherzigkeit aufeinander schauen und uns von verschiedenen theologischen Meinungen und Auslegungen der Bibel nicht spalten lassen, denn am Ende hat doch sowieso Gott das letzte Wort. Vor allem sollten wir auch zu unseren eigenen Fehltritten stehen, Buße tun und Jesus um Hilfe bitten. Niemand ist perfekt. Und deshalb brauchen wir alle gleichermaßen Jesus!