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Impuls

Geduldig bleiben

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Lukas

Kapitel 11, Vers 14–​23

WER NICHT FÜR MICH IST

14Einmal trieb Jesus einen Dämon aus, der einen Mann stumm gemacht hatte. Als der Dämon ihn verlassen hatte, konnte der Mann wieder sprechen. Die Leute, die das beobachteten, staunten; 15aber es gab auch einige, die sagten: »Er hat seine Macht vom Teufel, dem Obersten aller Dämonen, bekommen, nur darum kann er die Menschen von Dämonen befreien.« 16Andere wieder, die Jesus eine Falle stellen wollten, verlangten von ihm ein Wunder als Beweis dafür, dass Gott ihn gesandt hatte. 17Jesus kannte ihre Gedanken und entgegnete: »Ein Staat, in dem verschiedene Herrscher um die Macht kämpfen, steht vor dem Untergang; und eine Familie, die ständig in Zank und Streit lebt, bricht auseinander. 18Wenn nun der Satan sich selbst bekämpft – wie kann dann sein Reich bestehen? Ihr behauptet, ich würde die Dämonen durch die Kraft des Teufels austreiben. 19Wenn das tatsächlich so wäre: Welche Kraft nutzen dann eure eigenen Leute, um böse Geister auszutreiben? Sie selbst werden euch deswegen das Urteil sprechen. 20Wenn ich aber die Dämonen durch Gottes Macht austreibe, so ist das ein Zeichen dafür, dass Gottes Reich unter euch angebrochen ist! 21Solange ein starker Mann gut bewaffnet ist und sein Haus bewacht, kann ihm niemand etwas rauben; 22es sei denn, er wird von einem Stärkeren angegriffen und überwältigt. Dieser nimmt ihm die Waffen weg, auf die er vertraute, und verteilt seinen ganzen Besitz. 23Ich sage euch: Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir Menschen für Gott gewinnt, der führt sie in die Irre.«

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Oha, die Pharisäer machen Jesus eine ziemlich krasse Ansage. Sie behaupten allen Ernstes, dass Jesus Christus in der Macht Satans handeln würde. Halten wir uns das mal vor Augen: Diese Menschen klagen Gott selbst – die Liebe in Person – an, der Teufel – das Böse in Person – zu sein. Hätten sie das besser gewusst! Unvorstellbar, wie geschockt sie gewesen wären ... Wirklich eine verrückte Vorstellung. Und doch wagten es die Pharisäer, genau das zu tun. Unwissentlich. Aber doch, sie wagten es.

Sind wir mal ehrlich: Diese Art der Pharisäer kennen wir immer noch aus unserer heutigen Zeit. Menschen unterstellen Jesus, vom Teufel zu sein. Andere Religionen tun das bis heute. Menschen tun das bis heute. Wie gehen wir damit um? Erheben wir als gläubige Christen/Christinnen uns über sie? Zeigen wir vielleicht keinerlei Verständnis dafür, dass sie einen anderen Glauben haben oder es einfach nicht besser wissen? Oder führen wir eine gute Konversation mit ihnen? Tauschen wir uns aus? Erzählen wir ihnen mutig von Jesus Christus, Gott selbst, und davon, wie wir ihn erlebt haben?

Jesus Christus selbst versucht, sich den Pharisäern zu erklären. Er begibt sich in ein Gespräch mit ihnen. Er ist Gott selbst und hätte sie auf der Stelle für ihre Worte vernichten können. Doch er tut es nicht. Er hilft ihnen. Und das will ich auch tun. Helfen anstatt verurteilen. Auf Gott hinweisen und geduldig bleiben.