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Impuls

Alle sind in der ersten Klasse

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Galater

Kapitel 3, Vers 1–​14

GESETZ ODER GLAUBE?

1Warum wollt ihr Christen in Galatien das denn nicht endlich begreifen! Wer konnte euch bloß so verblenden? Habe ich euch das Sterben von Jesus Christus am Kreuz nicht deutlich vor Augen gestellt? 2Beantwortet mir nur diese eine Frage: Wodurch habt ihr den Geist Gottes empfangen? Indem ihr die Forderungen des Gesetzes erfüllt habt oder weil ihr die Botschaft des Glaubens gehört und angenommen habt? 3Wie könnt ihr nur so blind sein! Wollt ihr jetzt etwa aus eigener Kraft zu Ende führen, was Gottes Geist in euch begonnen hat? 4Ihr habt doch so Großes mit Gott erfahren. Soll das wirklich alles vergeblich gewesen sein? Das kann ich einfach nicht glauben! 5Ich frage euch darum noch einmal: Warum schenkt Gott euch seinen Geist und lässt Wunder bei euch geschehen? Weil ihr das Gesetz erfüllt oder weil ihr von Christus gehört habt und an ihn glaubt? 6Erinnert euch einmal daran, was von Abraham gesagt wird: »Abraham glaubte Gott, und so fand er bei ihm Anerkennung.« 7Das bedeutet doch: Die wirklichen Nachkommen von Abraham sind alle, die glauben. 8Die Heilige Schrift selbst hat schon längst darauf hingewiesen, dass Gott auch die anderen Völker durch den Glauben retten wird. Gott verkündete schon Abraham die gute Botschaft: »Durch dich sollen alle Völker gesegnet werden.« 9Mit Abraham, der unerschütterlich Gott vertraute, werden also alle gesegnet, die ebenso glauben wie er. 10Wer dagegen darauf vertraut, von Gott angenommen zu werden, weil er das Gesetz erfüllt, der steht unter einem Fluch. Die Heilige Schrift sagt: »Verflucht ist, wer sich nicht an dieses ganze Gesetz hält und danach lebt!« 11Dass aber niemand durch das Gesetz Anerkennung bei Gott finden kann, ist ebenfalls klar. Denn in der Schrift heißt es an einer anderen Stelle: »Nur der wird Gottes Anerkennung finden und leben, der ihm vertraut.« 12Das Gesetz aber fragt nicht nach dem Glauben. Hier gilt: »Nur wer seine Forderungen erfüllt, wird leben.« 13Von diesem Fluch des Gesetzes hat uns Christus erlöst. Als er am Kreuz starb, hat er diesen Fluch auf sich genommen. In der Heiligen Schrift lesen wir ja: »Wer so aufgehängt wird, ist von Gott verflucht.« 14Der Segen, den Gott Abraham zugesagt hatte, sollte durch Jesus Christus allen Völkern geschenkt werden. Und durch den Glauben an Christus empfangen wir alle den Geist Gottes, wie Gott es versprochen hat.

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Ein weiteres Mal unterstreicht Paulus: Wer Jesus Christus als Herrn und Retter angenommen hat, ist von seiner Schuld befreit. Und das ist befreiend! Und einzig das ist die Botschaft des Evangeliums. So, wie wir Menschen aber nun mal oft sind, erheben die Galater nach wie vor Ansprüche - an sich und an andere. Für die Galater ist es schwer, zu verstehen, dass sie, die vorher noch nie etwas von Gott wissen wollten, nun auch zu Gottes Volk gehören sollen. Aber sie tun es! Das macht Paulus in diesem Abschnitt deutlich.

Wie oft schauen wir auf andere Leute herab und fragen uns, wie Gott die eigentlich lieben und erlösen soll?! Und das ist absolut nicht in Ordnung! Da ist diese eine gläubige Frau, die lästert. Ja, sie kämpft bereits dagegen an, so sagt sie es selbst. Aber immer mal wieder verbreitet sie Gerüchte über Leute ... Oder das wohl extremste Beispiel: Ein Mörder kommt zum Glauben an Jesus Christus. Wie bitte kann Gott diesem Menschen seine Taten vergeben? Die Familie des Ermordeten wird das wohl niemals tun können ... Und doch: Gott kann eben genau das. Für uns vielleicht unverständlich, aber genau das ist die heilsame Realität: Bei Gott gibt es keine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Jede und jeder gehört zu Gott, wenn sie oder er das Geschenk von Jesus Christus angenommen hat. Punkt.