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Taten > Worte

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Matthäus

Kapitel 12, Vers 33–​37

An den Früchten erkennt man den Baum

33»Wie der Baum, so die Frucht! Ein guter Baum trägt gute Früchte, ein schlechter Baum trägt schlechte Früchte. 34Ihr Schlangenbrut! Wie könnt ihr durch und durch bösen Leute überhaupt etwas Gutes reden? Wovon das Herz erfüllt ist, das spricht der Mund aus! 35Wenn ein guter Mensch spricht, zeigt sich, was er Gutes in sich trägt. Doch ein Mensch mit einem bösen Herzen kann auch nur Böses von sich geben. 36Ich sage euch: Am Tag des Gerichts werden die Menschen Rechenschaft ablegen müssen über jedes unnütze Wort, das sie geredet haben. 37Eure Worte sind der Maßstab, nach dem ihr freigesprochen oder verurteilt werdet.«

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Kurzer Kontext-Check, um zu verstehen, wen Jesus hier "Schlangenbrut" nannte: Das waren nicht einfach irgendwelche Menschen, sondern die sogenannten Pharisäer. Sie waren die damalige religiöse Elite unter den Juden. Anstatt dem Volk Gott näherzubringen, bauten die Pharisäer immer höhere Mauern zu Gott auf, indem sie unsinnige Gebote erließen und den Menschen ein falsches Gottesbild vermittelten. Gleichzeitig ließen sie sich als die "Heiligen" vom Volk Israel verehren.

Die Pharisäer warfen Jesus viele verschiedene Dinge vor. In den vorherigen Versen etwa, dass er mithilfe von Dämonen seine Wunder vollbringen würde - eine heftige Beleidigung und Gotteslästerung. Jesus machte den Pharisäern und allen weiteren Zuhörern an dieser Stelle deutlich: "Schaut euch an, wie ein Mensch handelt. Und daran werdet ihr erkennen, wie er glaubt und denkt." Die Pharisäer fallen bei diesem Test der Handlungen gnadenlos durch.

Generell sind diese Aussagen Jesu aber ein Learning, das wir uns auch heute noch zu Herzen nehmen dürfen: Taten sind wichtiger als Worte. Wer Menschen nur blind vertraut, weil sie einem viele Versprechungen machen, handelt in Gottes Augen nicht weise. Gerechtfertigtes Vertrauen kann sich erst aufbauen, wenn auch Taten auf das Gesagte folgen. Als Christen sollen wir also nicht naiv sein, sondern einen "guten Baum an seinen guten Früchten erkennen".

Gleichzeitig dürfen wir auch uns selbst checken: "Bringe ich gute Früchte hervor? Spreche ich nicht nur gut, sondern bezeuge ich meinen Glauben auch mit meinen Taten?" Fragen, bei denen es sich lohnt, sie zu stellen, um wirklich in der persönlichen Beziehung zu Jesus zu wachsen.