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Impuls

Angst trotz Versprechen Gottes

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

1. Mose

Kapitel 15, Vers 12–​21

ABRAMS ZUKUNFT

12Bei Sonnenuntergang fiel Abram in einen tiefen Schlaf. Eine schreckliche Angst überkam ihn, und dunkle Vorahnungen beunruhigten ihn sehr. 13Da sagte Gott zu ihm: »Ich vertraue dir jetzt etwas an, das in der Zukunft geschehen wird: Deine Nachkommen werden in einem fremden Land unterdrückt. Sie arbeiten dort als Sklaven – vierhundert Jahre lang. 14Aber ich werde das Volk bestrafen, das sie dazu gezwungen hat. Mit großen Reichtümern werden sie von dort wegziehen; 15-16nach vier Jahrhunderten kehren sie in das Land Kanaan zurück. Bis dahin leben die Amoriter in diesem Land, denn sie sind noch nicht reif für das Gericht. Du selbst wirst ein hohes Alter erreichen, in Frieden sterben und begraben werden.« 17Die Sonne war inzwischen untergegangen, und es war dunkel geworden. Da sah Abram einen rauchenden Ofen, und eine Flamme fuhr zwischen den Fleischstücken hindurch. 18So schloss der HERR einen Bund mit Abram und versprach ihm: »Ich gebe deinen Nachkommen dieses Land, von dem Bach, der die Grenze nach Ägypten bildet, bis zum mächtigen Euphratstrom – 19das ganze Land, in dem jetzt die Keniter, Kenasiter und die Kadmoniter, 20die Hetiter, Perisiter und die Refaïter, 21die Amoriter, Kanaaniter, Girgaschiter und die Jebusiter wohnen.«

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Was wir hier lesen, sind wichtige Gotteserfahrungen im Leben von Abram. Einen Abschnitt zuvor hatte Gott Abram die Sterne gezeigt – mit der Absicht, ihm zu sagen, dass seine Nachkommen unzählbar sein werden. Ein Bild, das für Abram rational unvorstellbar gewesen sein musste. Dennoch nahm Abram Gottes Versprechen ernst (vgl. V. 6).

Was ich an unserem heutigen Bibelabschnitt so erstaunlich finde, ist die Tatsache, dass Abram sich danach hinlegte und ihn "eine schreckliche Angst" [12] überkam. Gott begegnete ihm zwar in seiner Angst und gab ihm einen prophetischen Ausblick in die Zukunft, doch Abram hatte mit seinen negativen Gedanken zu kämpfen (vgl. V. 13-16).

Angst trotz des Versprechen Gottes. Das finde ich nahbar, menschlich und bewegend. Gottes Versprechen ist oft ein Bild der Zukunft, nicht die Zukunft selbst. Der Weg liegt vor uns. Und wenn selbst Abram mit der Angst zu kämpfen hatte, ob es sein Gott wirklich gut machen würde, wie viel mehr dürfen wir ehrlich glauben und mit Gott unsere Sorgen teilen? Angst zu haben, nachdem man das Versprechen Gottes gehört hat, spiegelt keinen Unglauben (Abraham wurde für seinen Glauben bekannt, vgl. V. 6), sondern ehrlichen Glauben wider. Also gehe den nächsten Schritt, selbst wenn du vor dir all die Unmöglichkeiten siehst.

P.S.: Du und ich sind Sterne am Himmel, die Abram gesehen hat.