Johannes
Kapitel 12, Vers 27–35
JESU NAHENDER TOD
27»Jetzt habe ich große Angst. Soll ich deshalb beten: Vater, bewahre mich vor dem, was bald auf mich zukommt? Nein, denn ich bin in die Welt gekommen, um diese Stunde zu durchleiden. 28Vater, mach deinem Namen Ehre!« Da erklang eine Stimme vom Himmel: »Das habe ich bisher schon getan, und das werde ich auch jetzt wieder tun!« 29Die Menschen um Jesus hörten die Stimme, und viele meinten: »Es hat gedonnert!« Andere behaupteten: »Ein Engel hat mit ihm geredet.« 30Doch Jesus entgegnete: »Diese Stimme war nicht meinetwegen zu hören, sondern euretwegen. 31Jetzt wird über diese Welt Gericht gehalten; jetzt wird der Teufel, der Herrscher dieser Welt, entmachtet. 32Und wenn ich erhöht sein werde, werde ich alle zu mir bringen.« 33Auf diese Weise deutete Jesus seinen Tod am Kreuz an. 34Viele der Versammelten wandten ein: »Aus dem Gesetz wissen wir doch, dass der Christus, der von Gott versprochene Retter, für immer bei uns bleiben wird. Wie kannst du dann sagen: ›Der Menschensohn muss erhöht werden‹? Wer ist überhaupt dieser Menschensohn?« 35Jesus erwiderte: »Das Licht ist nur noch kurze Zeit bei euch. Nutzt diese Zeit, macht euch auf den Weg, bevor euch die Dunkelheit überfällt. Wer im Dunkeln geht, kann weder Weg noch Ziel erkennen.
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Weitere Infos →Jesus wusste, was auf ihn zukommen würde. Die Stunde des Verrats, der Verurteilung und Kreuzigung rückte allmählich näher. Jesus hatte Angst (vgl. V. 27). Er fühlte, was wir fühlen. Sein Umgang mit der Angst kann für uns heute eine echte Inspiration sein. Gleichzeitig sagt dieser Abschnitt so viel über das, was Jesus am Kreuz ermöglichte. Was also können wir heute mitnehmen?
- Gottes Kontrolle überwindet unsere Angst. Nicht selten haben wir Angst, weil wir Kontrolle verlieren. Deshalb die Frage: Vertrauen wir der Kontrolle Gottes? Sie kann uns helfen, der Angst auf Augenhöhe zu begegnen (vgl. V. 27).
- Gottes Ehre ist ein gutes Ziel. Wenn unser Ziel tatsächlich Gottes Ehre ist, sind wir auf dem seinem Weg, und auf seinem Weg ist uns sein ewiger Schutz garantiert (vgl. V. 28-30).
- Gottes Sieg hat den Tod überwunden. Glaube bedeutet, den Sieg Gottes zu sehen, obwohl um uns herum der Kampf tobt. Jesus sprach davon, dass der Teufel entmachtet wurde (vgl. V. 31-33).
- Der König lebt in uns. Jesus blieb nicht auf dieser Welt, doch er lebt bis heute in uns auf dieser Welt. Damit können wir das Licht in der Dunkelheit sein. Die Hoffnung im Zweifel (vgl. V. 34-35). "Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!" (Matthäus 28:20)