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Lenya-Marie Radtkevon Lenya-Marie Radtke
Berufung

Apostelgeschichte

Kapitel 6, Vers 1–​7

Die Wahl der sieben Diakone

1In dieser Zeit wuchs die Gemeinde rasch. Dabei kam es zu Spannungen zwischen den einheimischen Juden mit hebräischer Muttersprache und denen, die aus dem Ausland zugezogen waren und Griechisch sprachen. Die Griechisch sprechenden Juden beklagten sich darüber, dass ihre Witwen bei der täglichen Versorgung benachteiligt würden. 2Deshalb riefen die zwölf Apostel die ganze Gemeinde zusammen. »Es ist nicht richtig«, sagten sie, »wenn wir Lebensmittel verteilen müssen, statt Gottes Botschaft zu verkünden. 3Darum, liebe Brüder und Schwestern, sucht in der Gemeinde nach sieben Männern mit gutem Ruf, die ihr Leben ganz vom Heiligen Geist bestimmen lassen und sich durch ihre Weisheit auszeichnen. Ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen. 4Wir selbst aber wollen nach wie vor unsere ganze Kraft dafür einsetzen, zu beten und Gottes Botschaft zu verkünden.« 5Mit diesem Vorschlag waren alle einverstanden. Sie wählten Stephanus, einen Mann mit festem Glauben und erfüllt mit dem Heiligen Geist; außerdem Philippus, Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas und Nikolaus von Antiochia; dieser war früher einmal zum jüdischen Glauben übergetreten. 6Diese sieben Männer wurden vor die Apostel gestellt, die für sie beteten und ihnen die Hände auflegten, um ihnen diese Aufgabe zu übertragen. 7Die Botschaft Gottes aber wurde immer mehr Menschen verkündet. Vor allem in Jerusalem nahm die Zahl der Gläubigen stark zu. Unter ihnen waren viele jüdische Priester, die auf Gott gehört und zum Glauben an Jesus gefunden hatten.

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Wir lesen hier von einem typischen Problem, wenn eine christliche Gemeinschaft oder Kirche stark wächst. Es braucht mehr Struktur und Organisation! Die Menschen, mit denen es angefangen hat, haben nicht mehr genügend Zeit, um sich um alle Anliegen zu kümmern.

Wenn man vielleicht als Hauskirche startet, ist es noch relativ einfach, sich gegenseitig im Blick zu behalten, doch je größer man wird, desto schwieriger wird es.

Genau so lesen wir es in der Apostelgeschichte, als die Zahl der Christen so sehr anstieg, dass sich manche während der Essensverteilung nach dem Gottesdienst übersehen fühlten. Daraufhin eröffneten die Apostel quasi einen neuen Arbeitszweig für die praktische Hilfe in ihrer Gemeinde.

Genau das haben wir in unseren Gemeinden heutzutage auch. Es ist wichtig, dass jemand vorne steht und predigt, doch damit ist es nicht getan. Wir brauchen auch Lobpreisleiter und Leute, die morgens früh kommen und Stühle stellen. Ebenso ist es wichtig, dass Menschen Essen vorbereiten, Kranke besuchen und den Kaffee kochen.

All das kann ein Pastor nicht allein stemmen, es braucht uns alle!

Was ist dein Talent, was tust du gern und wo kannst du dich vielleicht in deiner Gemeinde einbringen und genauso Gott dienen wie der Pastor auf der Bühne?