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Impuls

Auf wen hörst du?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

4. Mose

Kapitel 14, Vers 1–​10

NICHT NACH KANAAN

1Die Israeliten schrien entsetzt auf und weinten die ganze Nacht. 2Alle schimpften auf Mose und Aaron. »Wären wir doch in Ägypten oder hier in der Wüste gestorben!«, riefen sie. 3»Warum bringt uns der HERR in solch ein Land? Damit man uns tötet und unsere Frauen und Kinder als Gefangene verschleppt? Lieber kehren wir nach Ägypten zurück!« 4Dann legten sie sich einen Plan zurecht: »Lasst uns einen neuen Anführer wählen und zurück nach Ägypten gehen!« 5Da warfen sich Mose und Aaron vor den Augen des versammelten Volkes zu Boden. 6Josua, der Sohn von Nun, und Kaleb, der Sohn von Jefunne, zerrissen entsetzt ihre Gewänder 7und riefen den Israeliten zu: »Das Land, das wir erkundet haben, ist wirklich sehr gut! 8Dort gibt es alles im Überfluss! Wenn der HERR Gefallen an uns hat, wird er uns dorthin bringen und uns das Land schenken. 9Lehnt euch nur nicht gegen ihn auf! Ihr müsst keine Angst vor den Leuten dort haben. Wir werden sie leicht überwältigen, denn sie haben keinen Schutz mehr. Ihr braucht euch nicht vor ihnen zu fürchten, der HERR ist auf unserer Seite!« 10Aber die Israeliten schrien: »Steinigt sie!« Da erschien der HERR in seiner Herrlichkeit am heiligen Zelt, so dass alle es sehen konnten.

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Die Israeliten ließen sich schnell beeinflussen. Sie glaubten lieber den verängstigenden Worten der Kundschafter, die ihnen die schlimmsten Horrorszenarien über das verheißene Land erzählten, als denen, die ihnen Mutmachendes berichteten. Die Israeliten waren geschafft von der bisherigen Reise. Sie vergaßen all das Gute, das Gott ihnen bereits während des bisherigen Auszugs aus Ägypten geschenkt hatte. Sie meinten nun tatsächlich, dass sie es selbst in Ägypten besser gehabt hätten als in dem Moment. Doch das war nun wirklich gar nicht der Fall gewesen, immerhin hatten sie in Ägypten unter harter Sklavenarbeit gestanden … Doch im Nachhinein und dann, wenn man mit der aktuellen Situation unzufrieden und überfordert ist, verklärt man die Vergangenheit leicht.

Mich erinnert dieser Punkt, an dem das Volk Israel nun steht, an Situationen aus meinem eigenen Leben: Gott hat mich aus einer schlechten Situation herausgebracht. Dann befinde ich mich auf dem Weg hinein in etwas Neues, in etwas Gutes. Doch der Weg dorthin birgt Hindernisse. Manche Menschen oder Gedanken machen mir Mut, dass ich es schaffen kann. Andere Menschen entmutigen mich hingegen und Gedanken machen sich breit, die Gottes Kraft und seine Liebe für mich kleinreden wollen. Wem vertraue ich nun?

Das verheißene Land stand den Israeliten kurz bevor. Doch nun waren sie im Begriff aufzugeben. Vielleicht stehst auch du kurz vorm Durchbruch deiner Reise! Gib jetzt nicht auf. Investiere in deine Beziehung zu Gott und höre auf das, was er dir sagt!