4. Mose
Kapitel 10, Vers 1–13
DIE SIGNALTROMPETEN
1Der HERR sprach zu Mose: 2»Schmiede dir zwei Trompeten aus Silber! Mit ihnen sollst du das Volk zusammenrufen oder zum Aufbruch blasen. 3Wenn beide Trompeten gleichzeitig geblasen werden, soll sich die ganze Gemeinschaft der Israeliten bei dir am Eingang des heiligen Zeltes versammeln. 4Wird eine allein geblasen, sollen nur die Stammesoberhäupter Israels zu dir kommen. 5Erklingt aber von beiden Trompeten das Signal zum Aufbruch, sollen zuerst die Stämme losziehen, die im Osten lagern. 6Beim zweiten Mal brechen dann die Stämme im Süden auf. 7Wenn ihr aber das Volk zusammenrufen wollt, sollt ihr dafür einen anderen Signalton verwenden. 8Für das Blasen der Trompeten sind die Nachkommen Aarons, die Priester, zuständig. So soll es für immer bleiben. 9Dasselbe Signal wie beim Aufbruch sollt ihr auch dann geben, wenn ihr gegen Feinde in den Kampf zieht, die euer Land angreifen. Ich, der HERR, euer Gott, werde es hören und euch vor ihnen retten. 10Blast die Trompeten außerdem bei euren Festen und Gottesdiensten, am Anfang jedes Monats und immer, wenn ihr eure Brandopfer und Friedensopfer darbringt. Ich werde dann an euch denken und mich euch zuwenden, denn ich bin der HERR, euer Gott!« 11Am 20. Tag des 2. Monats – die Israeliten hatten Ägypten vor gut einem Jahr verlassen – erhob sich die Wolke vom heiligen Zelt. 12Da brachen die Stämme Israels der Reihe nach auf, verließen die Wüste Sinai und folgten der Wolke in die Wüste Paran. Dort machten sie Halt. 13Zum ersten Mal zogen sie in der Ordnung los, die der HERR durch Mose befohlen hatte.
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Weitere Infos →Die Israeliten sollten ins verheißene Land weiterziehen. Sie waren nun schon einige Zeit unterwegs gewesen, waren mit Gottes Hilfe erfolgreich aus Ägypten geflohen und befanden sich nun mitten auf ihrer Reise am Berg Sinai. Hier hatten sie bereits eine Weile verweilt, doch nun sollte es weitergehen. Die Israeliten hatten Angst. Sie hatten Angst vor dem, was kommen würde. Sie hatten Angst vor ihren Feinden. Sie hatten Angst vor Hunger und Durst auf der Reise. Sie hatten Angst vor der Zukunft. Gleichzeitig freuten sie sich auf das, was Gott ihnen so deutlich versprochen hatte. Sie hatten Gott immer wieder erlebt und auch, wie er sich zu seinem Wort für Israel gestellt hatte. Und doch blieben sie Menschen.
Gott gab den Israeliten also den Befehl, Trompeten zu blasen, immer auf eine bestimmte Weise, je nach Anlass: Mal zum Aufbruch des Volkes oder zum Kampf gegen ihre Feinde; dann auf eine andere Art und Weise, wenn die Israeliten ihre Feste zur Ehre Gottes feierten. Gott versprach:
"Ich werde dann an euch denken und mich euch zuwenden, denn ich bin der HERR, euer Gott!" [10]
Gott gab den Israeliten Ankerpunkte, so würde ich sie nennen. Er sagte ihnen: "Tut das und ihr werdet auf mich vertrauen können!" Solche Ankerpunkte heute für dich und mich, wenn die Angst kommt, sind das Bibellesen, das Gebet, der Lobpreis. Lass uns davon Gebrauch machen!