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Impuls

Kennen wir Gott?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Hosea

Kapitel 8, Vers 1–​14

Gottes Gericht über sein untreues Volk

1»Blast das Horn und schlagt Alarm! Der Feind stürzt sich wie ein Adler auf mein Land. Denn seine Bewohner haben den Bund gebrochen, den ich mit ihnen geschlossen habe, und sich gegen meine Gebote aufgelehnt. 2Sie schreien zwar zu mir um Hilfe und berufen sich darauf, dass sie mein Volk sind. Ja, sie behaupten, mich zu kennen, 3doch in Wirklichkeit verachten sie, was in meinen Augen gut und richtig ist. Darum gebe ich sie in die Gewalt ihrer Feinde. 4Eigenmächtig haben sie Könige und Führer über ihr Volk eingesetzt, ohne mich, den Herrn, zu fragen. Aus ihrem Silber und Gold gießen sie Götterstatuen – genauso gut könnten sie es wegwerfen! 5Ich verachte euer goldenes Kalb, ihr Leute von Samaria! Ihr ahnt nicht, wie zornig ich auf euch bin! Wann werdet ihr es wohl schaffen, euch von diesem Schandmal zu befreien? 6Was soll diese Götzenstatue in Israel? Ein Handwerker hat sie gemacht, darum kann sie ja gar kein Gott sein! Man wird sie in Stücke hauen! 7Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Wenn das Getreide nicht wächst, gibt es auch kein Mehl. Und selbst wenn sich ein paar Ähren fänden, würden Fremde sie verzehren! 8Ja, Israel ist verloren, verachtet bei den Völkern ringsum. Das Volk ist wie ein nutzloses Gefäß, das niemand mehr braucht. 9Sie haben die Assyrer um Hilfe gebeten und ihnen Geschenke gebracht. Sogar ein Wildesel bleibt unabhängig, aber die Leute von Ephraim versuchen, sich Freunde zu kaufen. 10Sie können verschenken, so viel sie wollen. Ich werde sie allesamt in die Fänge des assyrischen Königs treiben, und sie werden sich schon bald unter der Last winden, die er ihnen auferlegt. 11Die Leute von Ephraim haben einen Altar nach dem anderen errichtet. Doch damit laden sie nur noch mehr Schuld auf sich. Je mehr Altäre es gibt, desto größer wird ihre Sünde! 12Zehntausendmal könnte ich ihnen meine Gebote aufschreiben – sie blieben ihnen fremd! 13Sie bringen mir Schlachtopfer dar und essen sich beim Opfermahl satt. An solchen Opfern habe ich, der HERR, keine Freude! Ich merke mir alles, was sie tun, und werde sie dafür bestrafen: Sie müssen zurück nach Ägypten! 14Ich habe sie zu dem gemacht, was sie sind. Und trotzdem haben sie mich vergessen! Israel baut prächtige Paläste, und Juda errichtet immer neue Festungen. Doch ich, der Herr, werde ihre Städte und Prachtbauten niederbrennen und vernichten!«

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Hinter den Israeliten und Gott lag bereits zu diesem Zeitpunkt eine bewegte Geschichte. Nachzulesen ist sie in den vorherigen Büchern des Alten Testaments, so zum Beispiel die dramatische Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei der Ägypter. Trotz all der Gunst und der Wegweisung, die sie von Gott zum Beispiel durch die Zehn Gebote erhalten hatten, wandten sie sich immer wieder von ihrem einzig wahren Gott ab. Gott konnte mit zurecht sagen:

"Ich habe sie zu dem gemacht, was sie sind. Und trotzdem haben sie mich vergessen!" [14]

Ein trauriges Fazit unter den so vielen Jahren bisheriger gemeinsamer Geschichte. Was war denn bloß mit dem Volk Israel los gewesen?

"Ja, sie behaupten, mich zu kennen, doch in Wirklichkeit verachten sie, was in meinen Augen gut und richtig ist." [2-3]

Die Israeliten kannten Gott. Sie wussten viel über ihn. Ihre Vorfahren hatten ihnen viele Erfahrungen mit Gott und auch seine Gebote überliefert. Und doch, so stellte es Gott in diesen Versen klar heraus, kannten sie ihn nicht wirklich. Sie behaupteten dies nur, doch ihr Lebensstil zeugte nicht davon, Gott wirklich kennen zu wollen.

Wie sieht es bei uns aus? Spiegelt unser Leben wider, dass wir zu Gott gehören? Können Menschen das von außen erkennen, indem wir uns z. B. an die Gebote Gottes halten? Zeigen wir anderen Menschen, dass wir Gott kennen und nach seinem Willen leben?