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Impuls

Authentisch und echt

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

2. Samuel

Kapitel 6, Vers 13–​23

David holt die Bundeslade nach Jerusalem

13Als die Männer, die sie trugen, die ersten sechs Schritte auf dem Weg nach Jerusalem zurückgelegt hatten, ließ David sie anhalten und opferte dem HERRN einen Stier und ein Mastkalb. 14Als der Zug sich wieder in Bewegung setzte, tanzte David voller Hingabe neben der Bundeslade her, um den HERRN zu loben. Er war nur mit einem leichten Leinenschurz bekleidet, wie ihn sonst die Priester trugen. 15Jubelnd brachten David und alle Israeliten, die ihn begleiteten, die Bundeslade nach Jerusalem, und die Musiker bliesen ihre Hörner. 16Als die Menge in der »Stadt Davids« ankam, schaute Davids Frau Michal, Sauls Tochter, aus dem Fenster. Sie sah, wie der König zu Ehren des HERRN hüpfte und tanzte, und verachtete ihn dafür. 17Man trug die Bundeslade in das Zelt, das David für sie errichtet hatte, und stellte sie auf den vorgesehenen Platz in der Mitte. Dann ließ David dem HERRN Brand- und Friedensopfer darbringen. 18Nach dem Opfer segnete er das Volk im Namen des HERRN, des allmächtigen Gottes. 19Alle Israeliten, Männer und Frauen, erhielten einen Laib Brot, einen Rosinen- und einen Dattelkuchen. Dann machten sie sich auf den Heimweg. 20Auch David ging nach Hause, um seine eigene Familie zu segnen. Er war noch nicht im Palast, als ihm Michal schon entgegenkam. »Ach, wie würdevoll ist heute der Herr König vor seinem Volk aufgetreten!«, spottete sie. »Bei deiner halb nackten Tanzerei hast du dich vor den Sklavinnen deiner Hofbeamten schamlos entblößt. So etwas tut sonst nur das Gesindel!« 21David erwiderte: »Ich habe dem HERRN zu Ehren getanzt. Er hat deinem Vater und seinen Nachkommen die Herrschaft genommen und sie mir anvertraut. Mich hat er zum König über sein Volk Israel eingesetzt, und ihm zu Ehren will ich auch künftig tanzen. 22Ja, ich wäre sogar bereit, mich noch tiefer zu erniedrigen als heute. Ich will mich selbst für gering halten, aber die Sklavinnen, über die du eben so herablassend gesprochen hast, sie werden mich schätzen und ehren.« 23Michal aber bekam ihr Leben lang keine Kinder.

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David war außer sich vor Freude und Lob für Gott. Er tanzte unvermittelt zum Lobpreis Gottes. Doch Michal konnte darüber nur spotten:

"Ach, wie würdevoll ist heute der Herr König vor seinem Volk aufgetreten! […] Bei deiner halb nackten Tanzerei hast du dich vor den Sklavinnen deiner Hofbeamten schamlos entblößt. So etwas tut sonst nur das Gesindel!" [20]

Michal sah nur das, was vor Augen war. Gott aber sieht immer in das Herz eines Menschen (vgl. 1. Samuel 16:7). Gott weiß, weshalb David so tanzte, wie er tanzte. Gott sah in das Herz Davids hinein und sah dort den überquellenden Lobpreis für Gott. Und so konnte David voller Ehrlichkeit Michal antworten:

"Ich habe dem HERRN zu Ehren getanzt. […] Mich hat er zum König über sein Volk Israel eingesetzt, und ihm zu Ehren will ich auch künftig tanzen. Ja, ich wäre sogar bereit, mich noch tiefer zu erniedrigen als heute. Ich will mich selbst für gering halten, …" [21+22]

Wenn David Lobpreis machte, dann waren ihm die Augen der anderen Menschen darauf egal. Selbst als König war er sich für seine gelebte Authentizität vor Gott nicht zu schade.

Fragen für dich und mich: Wie mache ich Lobpreis? Wie spreche ich über Gott? Möglichst so, dass mich andere dafür feiern? Oder einfach aus einem dankenden Herzen heraus, authentisch und echt?