Psalm
Kapitel 31, Vers 1–16
Bedrängt und bedrückt ...
1Ein Lied von David. 2Bei dir, HERR, suche ich Schutz, lass meine Feinde nicht über mich triumphieren! Du bist ein gerechter Gott, darum hilf mir und rette mich! 3Höre mein Gebet und komm mir schnell zu Hilfe! Bring mich in Sicherheit und beschütze mich wie in einer Burg, die hoch oben auf dem Felsen steht. 4Ja, du bist mein schützender Fels, meine sichere Burg. Du wirst mich führen und leiten, um deinem Namen Ehre zu machen! 5Du wirst mich aus der Schlinge ziehen, die meine Feinde mir heimlich gelegt haben! Ja, du bist meine einzige Zuflucht. 6In deine Hände lege ich mein Leben, denn du wirst mich erlösen, HERR, du treuer Gott! 7Ich verabscheue Menschen, die anderen Göttern nachlaufen – Göttern, die ja doch nicht helfen können. Darum vertraue ich nur dir, dem HERRN. 8Ich juble vor Freude, weil du mich liebst. Dir ist meine Not nicht entgangen; du hast erkannt, wie verzweifelt ich bin. 9Du hast mich nicht meinen Feinden ausgeliefert; jetzt bin ich frei, zu gehen, wohin ich will. 10Erbarme dich über mich, HERR, denn ich weiß weder aus noch ein! Meine Augen sind vom Weinen ganz verquollen, ich bin mit meiner Kraft am Ende. 11Unter Kummer schwindet mein Leben dahin, unter Seufzen vergehen meine Jahre. Meine Schuld raubt mir alle Kraft und lähmt meine Glieder. 12Zum Spott meiner Feinde bin ich geworden, selbst meine Nachbarn verhöhnen mich. Meine Bekannten erschrecken, wenn sie mich sehen, und wer mir auf der Straße begegnet, geht mir aus dem Weg. 13Man hat mich vergessen wie einen, der schon lange tot ist; wie ein zerbrochenes Gefäß bin ich, das achtlos weggeworfen wurde. 14Ich höre viele hinter meinem Rücken tuscheln. Von allen Seiten droht mir Gefahr! Meine Feinde tun sich zusammen, um mich aus dem Weg zu räumen. 15Ich aber, HERR, vertraue dir. Du bist mein Gott, daran halte ich fest! 16Was die Zeit auch bringen mag, es liegt in deiner Hand. Rette mich vor meinen Feinden und Verfolgern!
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Weitere Infos →Kennst du diesen Gedanken: "So kann ich nun wirklich nicht vor Gott treten? Erst mal muss ich mein Leben wieder ordnen, die Tränen abwischen und dann kann ich mit Jesus sprechen."
Weit gefehlt. Der Psalm für heute beschreibt, wie David vor Gott trat:
"Meine Augen sind vom Weinen ganz verquollen, ich bin mit meiner Kraft am Ende." [10]
Vom Leben gezeichnet, inmitten von Not und Tränen ging David mit Gott ins Gebet. Ehrlich aus der Situation heraus. Auch du darfst so, wie du bist und wie es dir gerade geht, jederzeit beten. Gott möchte keine Perfektion, sondern Authentizität!
David erlebte sehr viel Unrecht durch andere Menschen. David beschreibt, wie diese Leute anderen Göttern hinterherliefen, also nicht mit Gott verbunden waren, und David böse behandelten. David litt sehr darunter. Doch in allem erkannte er diese eine Wahrheit:
"Ich aber, HERR, vertraue dir. Du bist mein Gott, daran halte ich fest! Was die Zeit auch bringen mag, es liegt in deiner Hand. Rette mich vor meinen Feinden und Verfolgern!" [15-16]
David versuchte nicht, seine Probleme eigenständig zu regeln, sondern begab sich vertrauensvoll in Gottes Hände. Unser Leben liegt nicht allein in unseren Händen, sondern Gott bestimmt über Raum und Zeit. Daher sind deine Sorgen und Nöte am besten bei Gott aufgehoben. Deine Verantwortung liegt darin, zu Gott zu beten.