STAYONFIRE

Impuls

Schweigen statt Gewalt

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Psalm

Kapitel 38, Vers 11–​23

Komm, und hilf mir schnell!

11Mein Herz rast, ich bin völlig erschöpft, und meine Augen versagen mir den Dienst. 12Meine Freunde und Nachbarn ziehen sich zurück wegen des Unglücks, das über mich hereingebrochen ist. Sogar meine Verwandten gehen mir aus dem Weg. 13Meine Todfeinde stellen mir Fallen, sie wollen mich verleumden und zugrunde richten. Ja, sie bringen mich in Verruf, wann immer sie nur können. 14Und ich? Ich tue so, als hätte ich nichts gehört; ich schweige zu ihren Anklagen wie ein Stummer. 15Ich stelle mich taub und gebe ihnen keine Antwort. 16Denn auf dich, HERR, hoffe ich, du wirst ihnen die passende Antwort geben, mein Herr und mein Gott! 17Lass nicht zu, dass sie über mich triumphieren und sich über mein Unglück freuen! 18Es fehlt nicht mehr viel, und ich liege am Boden, ständig werde ich von Schmerzen gequält. 19Ich bekenne dir meine Schuld, denn meine Sünde macht mir schwer zu schaffen. 20Übermächtig sind meine Feinde, und es gibt viele, die mich ohne jeden Grund hassen. 21Sie vergelten mir Gutes mit Bösem und feinden mich an, weil ich das Gute tun will. 22HERR, verlass mich nicht! Mein Gott, bleib nicht fern von mir! 23Komm und hilf mir schnell! Du bist doch mein Herr und mein Retter!

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David wurde stark angefeindet. Für ihn war es fast unerträglich, diesen Spott der anderen Menschen noch länger über sich ergehen zu lassen. Doch wie handelte David?

Er beschrieb es so:

"Und ich? Ich tue so, als hätte ich nichts gehört; ich schweige zu ihren Anklagen wie ein Stummer. Ich stelle mich taub und gebe ihnen keine Antwort. Denn auf dich, HERR, hoffe ich, du wirst ihnen die passende Antwort geben, mein Herr und mein Gott!" [14-16]

Ganz schön krass, oder? David zog es nicht in Erwägung, zurückzuspotten, über seine Feinde herzuziehen und sie selbst mit Worten und Taten zu verletzen. Er schwieg und ging stattdessen ins Gebet mit Gott. David hatte diese Sicherheit nicht aus sich selbst heraus, sondern nur deshalb, weil er wusste, dass Gott auf seiner Seite stand. Er wusste, dass er ein geliebtes Kind Gottes war, das sich auf Gottes Führung in seinem Leben verlassen konnte. Gott würde eingreifen, darauf vertraute David zutiefst.

Gewalt wird oftmals mit Gewalt vergolten. Was in Folge dessen entsteht, ist eine grausame "Gewaltspirale", die für immer mehr Leid in der Welt und auch im eigenen Leben sorgt. Wie viel mehr Frieden bringt es auch deiner eigenen Seele, so zu handeln wie David? Nämlich nicht zurückzuschlagen, sondern mit Gott ins Gespräch zu gehen. Du darfst darauf vertrauen, dass Gott auch in deiner Situation zur richtigen Zeit einschreiten wird. Gott sieht dein Leid.