Apostelgeschichte
Kapitel 19, Vers 23–31
Aufruhr in Ephesus
23Etwa zur selben Zeit kam es in Ephesus zu heftigen Unruhen wegen der neuen Lehre, die Paulus verkündete. 24In der Stadt lebte ein Silberschmied mit Namen Demetrius, der kleine Nachbildungen vom Tempel der griechischen Göttin Artemis herstellte. Nicht nur er selbst, sondern auch die anderen Kunsthandwerker in der Stadt verdienten sehr gut daran. 25Eines Tages rief Demetrius diese Künstler und alle, die für sie arbeiteten, zusammen und sagte: »Ihr wisst ebenso gut wie ich, dass unser Wohlstand von den kleinen Nachbildungen des Tempels abhängt. 26Wie ihr sicher schon gehört habt, behauptet nun dieser Paulus, von Menschen angefertigte Götter seien nichts wert. Damit verführt er nicht nur Leute in Ephesus, sondern in der ganzen Provinz Asia. Und viele Leute glauben ihm schon. 27Aber es geht ja nicht nur darum, dass unsere Arbeit nicht mehr anerkannt wird! Auch der Tempel der herrlichen Göttin Artemis, die man nicht nur in Kleinasien, sondern in der ganzen Welt verehrt, wird bedeutungslos werden; ja, sie selbst wird in Vergessenheit geraten!« 28Wutentbrannt schrien jetzt die Zuhörer: »Groß ist die Artemis der Epheser!« 29In kürzester Zeit war die Bevölkerung der ganzen Stadt auf den Beinen; alle drängten ins Amphitheater. Auch die beiden Mazedonier Gajus und Aristarch, die Paulus begleitet hatten, wurden von der Menge mitgerissen. 30Paulus wollte sich zum Amphitheater begeben, um dort dem Volk Rede und Antwort zu stehen, aber die anderen Christen ließen das nicht zu. 31Auch einige hohe Beamte der Provinzverwaltung, die Paulus schätzten, ließen ihn durch Boten davor warnen, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen.
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Weitere Infos →Immer wieder lesen wir in der Apostelgeschichte davon, dass die ersten Apostel Jesu heftigen Anfeindungen ausgesetzt waren. Dabei kamen die Angriffe von ganz verschiedenen Seiten. Dieses Mal war es ein ganz spezieller Fall: Demetrius hatte Angst, dass die neue Lehre des Evangeliums sein Geschäft ruinieren könnte. Er trommelte Leute, die ebenfalls vom Verkauf der Götterstatuen profitierten, zum Aufstand zusammen.
Eine für uns heute wohl fremde Situation. Und doch können wir aus ihr grundsätzliche Wahrheiten ziehen und sie auf unser Leben übertragen:
Manche Menschen werden sich vom Evangelium immer auf ihre ganz individuelle Weise bedroht fühlen. In der damaligen Situation war es das Geld, der eigene Wohlstand, den die Menschen in Gefahr sahen. Vielleicht ist es heute eher die eigene Freiheit, die manche Menschen bedroht sehen, wenn sie an das Christentum denken. Ganz nach dem Motto: "Ich lasse mir doch nicht von einem Gott vorschreiben, was ich zu tun und zu lassen habe …"
Leider verstehen diese Personen das Evangelium von Jesus tatsächlich falsch. Die Bibel selbst sagt, dass uns alles erlaubt ist, aber uns nicht alles gut tut (vgl. 1. Korinther 6:12). Gott ist kein Gott der Verbote. Gott möchte uns Menschen vielmehr durch seinen Geist in die wahre Freiheit führen und unsere Herzen verändern, sodass wir die Dinge gern tun, die uns guttun, und die Dinge lassen, die uns schaden.