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Impuls

Bis es platzt ...

Anna-Lena Rosevon Anna-Lena Rose
Glaubensleben

Lukas

Kapitel 5, Vers 33–​39

NEUE FORMEN FÜR DAS NEUE LEBEN

33Wieder einmal kamen einige Leute zu Jesus und stellten ihm eine Frage: »Die Jünger von Johannes dem Täufer fasten und beten regelmäßig, und die Jünger der Pharisäer halten es auch so. Warum aber essen und trinken deine Jünger, ohne sich um die Fastentage zu kümmern?« 34Da antwortete Jesus: »Wollt ihr etwa die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam noch bei ihnen ist? 35Die Zeit kommt früh genug, dass der Bräutigam ihnen genommen wird. Dann werden sie fasten.« 36Noch mit einem anderen Beispiel ging er auf ihre Frage ein: »Niemand schneidet ein Stück Stoff aus einem neuen Kleid, um damit ein altes zu flicken. Nicht nur, dass es um das neue Kleid zu schade wäre; sondern der neue Flicken passt auch gar nicht zum alten Kleid. 37Ebenso füllt niemand jungen, gärenden Wein in alte, brüchige Schläuche. Sonst bringt er sie zum Platzen. Dann läuft der Wein aus, und die Schläuche sind unbrauchbar. 38Nein, jungen Wein füllt man in neue Schläuche! 39Wer aber alten Wein trinkt, der will vom jungen Wein nichts wissen. ›Der alte ist besser‹, wird er sagen.«

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Vielleicht ist dir dieses Gleichnis ein wenig bekannt und du kannst direkt etwas damit anfangen. Vielleicht geht es dir aber auch wie mir. Dieses Gleichnis hat mich oft immer wieder herausgefordert und ich konnte nicht so wirklich etwas damit anfangen. Was meint Jesus damit? "Nein, jungen Wein füllt man in neue Schläuche! Wer aber alten Wein trinkt, der will vom jungen Wein nichts wissen. ›Der alte ist besser‹, wird er sagen." (V. 38+39)

In diesem Gleichnis werden "alt" und "neu" sehr drastisch verglichen. Der neue Bund – die Kraft der Gnade –, welcher mit Jesus beginnt, wird dem alten Bund aus dem Alten Testament stark gegenübergestellt. Jesus erinnert uns in diesem Gleichnis daran, dass jegliche Vermischung von "neu" und "alt", was bspw. durch selbst auferlegte Gesetzlichkeiten passieren kann, alles zerstört. Mit dem neuen Bund, der Kraft der Gnade, wurde etwas Neues begonnen.

Jesus hat für alles, was wir in Zukunft verbocken werden, bezahlt! Der Wein, der durch die Schläuche fließt, steht vielleicht einfach für die Freude und Kraft, welche durch genau diese Botschaft entsteht. Wenn diese Freude und Kraft in alten Schläuchen der Gesetzlichkeit gärt, müssen diese notwendigerweise platzen. Jesus hat durch seinen Tod alte Gesetzlichkeiten überwunden und ist dafür gestorben, dass wir durch seine Gnade leben können. Die Enge des gesetzlichen Judentums muss sprichwörtlich platzen.