STAYONFIRE

Impuls

Böse Überraschung

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

1. Samuel

Kapitel 30, Vers 1–​10

David rächt sich

1Zwei Tage später kamen David und seine Männer nach Ziklag zurück. Inzwischen waren die Amalekiter im Südland eingefallen und hatten Ziklag in Schutt und Asche gelegt. 2Sie hatten niemanden getötet, sondern alle Frauen und Kinder gefangen genommen und verschleppt. 3David und seine Leute kamen zurück zu dem rauchenden Trümmerhaufen, der einmal Ziklag gewesen war, und sahen, dass ihre Frauen, Söhne und Töchter alle verschleppt worden waren. 4Da schrien sie vor Schmerz laut auf und weinten, bis sie völlig erschöpft waren. 5Auch Davids Frauen – Ahinoam aus Jesreel und Abigajil aus Karmel, Nabals Witwe – waren entführt worden. 6David befand sich in einer schwierigen Lage. Seine Leute sprachen schon davon, ihn zu steinigen, denn alle waren erbittert über den Verlust ihrer Söhne und Töchter. Da suchte David Zuflucht bei seinem Gott, und das Vertrauen auf den HERRN gab ihm wieder Mut und Kraft. 7Er befahl dem Priester Abjatar, dem Sohn von Ahimelech, die Tasche mit den Losen zu holen. Als Abjatar mit den Losen kam, 8fragte David den HERRN: »Soll ich dieser Räuberbande nachjagen? Werde ich sie einholen?« Die Antwort lautete: »Ja, verfolg sie! Du wirst sie einholen und alle Gefangenen befreien.« 9 Da brachen David und seine 600 Männer wieder auf. Beim Bach Besor blieben etwa 200 von ihnen zurück, denn sie waren so erschöpft, dass sie nicht mehr weiterkonnten. 10 Die restlichen 400 Soldaten überquerten den Bach und setzten die Verfolgung fort.

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Der Moment, wenn man nach Hause kommt und alles verwüstet ist. Diesen Moment erlebten David und seine Gefolgsleute in Ziklag. Ziklag war der aktuelle Wohnort von David, den sein befreundeter Philisterkönig Achisch ihm auf der Flucht vor Saul organisiert hatte. Als David mit seinen Leuten unterwegs war, waren die Amalekiter in Ziklag eingefallen und hatten Frauen und Kinder verschleppt.

David stand vor einem Scherbenhaufen. Enttäuscht. Niedergeschlagen. "Wann hat diese Misere endlich ein Ende?", wird er sich wahrscheinlich gedacht haben. Doch statt in seiner Trauer zu versinken, lesen wir etwas Großartiges:

"Da suchte David Zuflucht bei seinem Gott, und das Vertrauen auf den HERRN gab ihm wieder Mut und Kraft." [6]

Das Vertrauen auf den Herrn – diese Formulierung finde ich spannend. Es steht nicht geschrieben, dass ihn der Herr direkt wieder aufrichtete. Wenn ich das richtig verstehe, war es die Hoffnung, dass Gott handeln würde, welche ihn aufbaute. Das Vertrauen darauf, dass der Herr bei ihm war: "Er wird mich retten. Er wird es gut machen. Ich vertraue ihm. Auch im Sturm."

Für mich ist das eine Ermutigung.

David traf mit Gottes Zutun die Entscheidung, den Amalekitern nachzujagen und die Frauen und Kindern zu retten. Schon in Kürze würde David erleben, wie ein "göttlicher Zufall" ihm dabei half, diese Mission erfolgreich auszuführen.