Nehemia
Kapitel 13, Vers 4–14
Nehemia bestätigt Missstände im Tempel
4Schon früher hatte der Priester Eljaschib, der Aufseher über die Vorratskammern des Tempels, seinem Verwandten Tobija 5erlaubt, eine große Kammer im Tempel für sich zu benutzen. Vorher hatte man dort das Mehl für die Speiseopfer aufbewahrt, ebenso Weihrauch, die Gegenstände für den Tempeldienst und den zehnten Teil vom Getreide, vom neuen Wein und Olivenöl, der für die Leviten, Sänger und Torwächter bestimmt war. Auch der Anteil für die Priester war hier gelagert worden. 6Zu dieser Zeit hielt ich mich nicht in Jerusalem auf, denn im 32. Regierungsjahr des persischen Königs Artaxerxes war ich an seinen Hof zurückgekehrt. Einige Zeit später bat ich den König, wieder nach Jerusalem gehen zu dürfen. 7Kaum war ich dort angekommen, erfuhr ich von dem Missstand, dass Eljaschib seinem Verwandten Tobija eine Kammer im Vorhof des Tempels überlassen hatte. 8Darüber war ich sehr erbost und ließ alles, was Tobija gehörte, hinauswerfen. 9Dann befahl ich, die Räume des Tempels wieder neu zu weihen und die Gegenstände für den Tempeldienst, das Mehl für die Speiseopfer und den Weihrauch zurückzubringen. 10Ich erfuhr auch, dass die Leviten und Sänger ihren Dienst im Tempel nicht mehr ausübten, sondern auf ihren Feldern arbeiteten, weil sie die Abgaben nicht bekamen, auf die sie Anspruch hatten. 11Da stellte ich die zuständigen Männer zur Rede: »Warum wird der Tempeldienst so vernachlässigt?« Ich ließ die Leviten und Sänger zurückholen und teilte sie wieder zum Dienst ein. 12Nun brachte auch das ganze Volk wieder den zehnten Teil von seinem Getreide, vom neuen Wein und vom Olivenöl in die Vorratskammern. 13Die Aufsicht über die Vorräte übertrug ich dem Priester Schelemja, dem Schreiber Zadok und dem Leviten Pedaja. Hanan, der Sohn von Sakkur und Enkel von Mattanja, sollte ihnen dabei helfen. Sie alle galten als zuverlässige Männer. Deshalb sollten sie die Vorräte an die Priester und Leviten verteilen. 14Denke an mich, mein Gott! Vergiss niemals, was ich für dein Haus und für den Tempeldienst getan habe!
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Weitere Infos →Nehemia unternahm eine kurze Rückreise nach Babylonien. Was während dieser Zeit in Jerusalem geschah, ist tragisch! Es wurden Entscheidungen getroffen, die total schlecht für das geistliche Leben des Volkes waren.
Die Leviten waren für den Tempeldienst und damit auch für das geistliche Leben des Volkes verantwortlich. Sie durften sich von den Opfergaben ernähren und konnten so ihre gesamte Energie auf das geistliche Lebens des Volkes verwenden.
Doch die Vorratskammern im Tempel wurden einfach leer geräumt und Nehemias Gegner Tobija zur Verfügung gestellt. Das führte zu einer negativen Spirale: Keine Vorratsräume, keine Leviten, kein geregelter Gottesdienst, kein geistliches Leben.
Als Nehemia zurückkehrte und davon erfuhr, stellte er diesen Missstand zur Rede: "Weshalb wurde das Haus Gottes vernachlässigt?" Als Leiter war ihm klar: Das Haus Gottes soll blühen!
Heute haben wir nicht mehr "den einen Tempel". Unser Körper selbst ist der Tempel, in dem der Heilige Geist wohnt. Gleichzeitig gibt es die lokalen Kirchen, in denen wir Gottesdienste feiern und Gottes Gegenwart erleben. Auch die Kirche ist ein Ort, der aufblühen soll!
Überleg doch heute mal, wie du das Haus Gottes zum Blühen bringen kannst. Was kannst du geben? Wie kannst du beitragen?