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Impuls

Der Frieden Geht Vor

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Römer

Kapitel 14, Vers 13–​23

FÜREINANDER VERANTWORTLICH

13Deshalb wollen wir uns nicht länger gegenseitig verurteilen. Keiner soll durch sein Verhalten den anderen in seinem Glauben verunsichern oder ihn gar zu Fall bringen. 14Ich weiß, und Jesus, der Herr, bestätigt es mir, dass uns keine Speise von Gott trennt, weil sie unrein wäre. Wer aber etwas für unrein hält, für den ist es tatsächlich unrein. 15Wenn du also durch das, was du isst, einen anderen Christen verwirrst oder ihn sogar dazu verführst, gegen seine Überzeugung zu handeln, dann bist du lieblos. Wegen irgendwelcher Speisen dürft ihr auf keinen Fall den Glauben eines anderen gefährden, für den doch Christus auch gestorben ist. 16Die Freiheit, die Gott euch geschenkt hat, soll nicht in Verruf geraten. 17Denn wo Gottes Reich beginnt, geht es nicht mehr um Essen und Trinken. Es geht darum, dass wir ein Leben nach Gottes Willen führen und mit Frieden und Freude erfüllt werden, so wie es der Heilige Geist schenkt. 18Wer Christus in dieser Weise dient, über den freut sich Gott und den achten die Menschen. 19Deshalb wollen wir uns mit allen Kräften darum bemühen, in Frieden miteinander zu leben und einander im Glauben zu stärken. 20Gott hat eure Gemeinde aufgebaut. Zerstört nicht sein Werk wegen irgendwelcher Speisevorschriften. Zwar sind in Gottes Augen alle Speisen rein. Manche Christen aber nehmen Anstoß daran, wenn du bestimmte Speisen isst. Das wäre schlimm. 21Deswegen isst du besser kein Fleisch, trinkst keinen Wein und vermeidest überhaupt alles, was einen anderen Christen zu Fall bringt. 22Wovon du persönlich überzeugt bist, das ist eine Sache zwischen dir und Gott. Glücklich schätzen kann sich, wer so handelt, wie es seiner Überzeugung entspricht, und sich nicht selbst verurteilen muss. 23Wer aber beim Essen zweifelt, ob es richtig ist, was er tut, der ist schon verurteilt. Denn er handelt nicht im Vertrauen auf Christus. Alles aber, was wir nicht in diesem Vertrauen tun, ist Sünde.

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In diesem Abschnitt erweitert Paulus nun seinen Gedankengang der vorherigen Verse, die wir uns gestern in der App genauer angesehen haben. Nochmals versichert Paulus, dass es unterschiedliche Überzeugungen innerhalb der christlichen Gemeinschaft gibt. Und dass dies auch zu respektieren ist! In dem Brief an die Römer geht es speziell um die Frage nach bestimmten Speisevorschriften, doch im Grunde betrifft dieser Abschnitt alle Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Christentums und zwischen Gemeinden.

„Deshalb wollen wir uns mit allen Kräften darum bemühen, in Frieden miteinander zu leben und einander im Glauben zu stärken.“ (Vers 19) Darum geht's in einer Kirche oder einer Gemeinde. Es sollen keine Streitigkeiten, Spaltungen und Demütigungen erfolgen, wenn es um „zweitrangige“ Themen geht. Paulus meint damit eben nicht jene Dinge, die als „heilsentscheidend“ bezeichnet werden wie bspw. die Tatsache, dass Jesus Gottes Sohn ist. Solch erstrangige Dinge sind für den Glauben so entscheidend, dass sie ausdrücklich bejaht werden müssen und nicht zur Diskussion stehen! Wenn es zugleich um Zweitrangiges wie bspw. das „richtige“ Essen oder die „richtige“ Taufe geht, sollen Menschen nicht durch die vielen Streitigkeiten und Rechthabereien innerhalb einer Kirche vom Glauben abgeschreckt werden. Es ist wenig einladend, wenn man bereits in einer Gemeinde spürt, wie zerstritten die Mitglieder untereinander über bestimmte Themen sind! Tatsächlich halten wir dadurch Menschen ab, Jesus überhaupt kennenzulernen! Und auch sonst ist das höchste Ziel in einer Gemeinde, sich gegenseitig im Glauben an Jesus Christus voranzubringen. Und dies im Frieden. Keine zweitrangige Frage ist es wert, dass Frieden zerstört wird. Sachliche, höfliche und von beiden Seiten erwünschte Diskussionen sind sinnvoll. Streitigkeiten, Mobbing, Respektlosigkeit, Demütigungen aufgrund einer anderen Meinung bei Glaubensfragen gehören hingegen eindeutig nicht in die Gemeindekultur, wie sie Gott sich für uns wünscht.