Römer
Kapitel 15, Vers 1–6
DAS VORBILD: JESUS CHRISTUS
1Wir, die einen starken Glauben haben, sind dazu verpflichtet, auf die Schwachheit der anderen Rücksicht zu nehmen und nicht an uns selbst zu denken. 2Jeder von uns soll das Wohl des anderen im Blick haben und so leben, dass er ihn zum Guten ermutigt und im Glauben stärkt. 3Auch Christus lebte nicht für sich selbst. Von ihm heißt es in der Schrift: »Die Anfeindungen, die dir, Gott, galten, haben mich getroffen.« 4Was in der Heiligen Schrift vor langer Zeit aufgeschrieben wurde, gilt uns, wir sollen daraus lernen. Es ermutigt und tröstet uns, damit wir unsere Hoffnung auf Gottes Zusagen setzen und daran festhalten. 5Gott aber ist es, der uns immer wieder neuen Mut und Trost schenkt, um standhaft zu bleiben. Er helfe euch, einmütig zu sein, so wie es euch Jesus Christus gezeigt hat. 6Dann könnt ihr alle wie aus einem Mund Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, loben und preisen.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Paulus weiß sehr gut, dass es absolut nicht einfach ist, den Frieden innerhalb einer Gemeinde oder Kirche zu wahren. Die Anforderungen, die er in den letzten beiden Abschnitten der vergangenen beiden Tage gestellt hat (lies sie gern nochmal in der App nach, falls du sie verpasst haben solltest), sind aus menschlicher Kraft nicht zu erfüllen! „Gott aber ist es, der uns immer wieder neuen Mut und Trost schenkt, um standhaft zu bleiben. Er helfe euch, einmütig zu sein, so wie es euch Jesus Christus gezeigt hat." (Vers 5) Aus Gottes Kraft heraus soll der Frieden in einer Kirche gewahrt werden! Niemals aus uns selbst heraus. Denn das ist nicht möglich. Wir sind und bleiben Menschen.
Wie beruhigend ist es doch, dass wir als Gemeindemitglieder und allgemein als Christen nicht in irgendeiner Weise selbst für den Frieden verantwortlich sein müssen. Sind wir mal ehrlich: Wir Menschen wollen recht haben. Wir Menschen wollen, dass unsere Meinung als die richtige anerkannt wird. Zumindest geht's mir so. Dir nicht auch? Und deshalb weiß ich, wie sehr ich den Heiligen Geist - ja, Gottes Kraft in mir - brauche, um eben nicht über alle möglichen Meinungsverschiedenheiten diskutieren zu müssen. Ich darf Gott um seine Kraft bitten, wenn in mir die Wut über die Meinung eines anderen Christen hochkocht und ich am liebsten alle Argumente ungefragt raushauen würde, die ich zu dieser Frage habe. Denn in Gottes Kirche geht es eben nicht immer darum, recht zu haben oder die besten Argumente zu liefern. Es geht darum, miteinander zu wachsen und aus Liebe zu handeln. Challenge accepted?