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Impuls

Der Mensch im Angesicht Gottes

Fabienne Diaconuvon Fabienne Diaconu
Hoffnung

Psalm

Kapitel 90, Vers 1–​17

Ist denn alles vergeblich?

1Ein Gebet von Mose, dem Mann Gottes. HERR, solange es Menschen gibt, bist du unsere Zuflucht! 2Ja, bevor die Berge geboren wurden, noch bevor Erde und Weltall unter Wehen entstanden, warst du, o Gott, schon da. Du bist ohne Anfang und Ende. 3Du lässt den Menschen wieder zu Staub werden. »Kehr zurück!«, sprichst du zu ihm. 4Tausend Jahre sind für dich wie ein einziger Tag, der doch im Flug vergangen ist, kurz wie ein paar Stunden Schlaf. 5Du reißt die Menschen hinweg, sie verschwinden so schnell wie ein Traum nach dem Erwachen. Sie vergehen wie das Gras: 6Morgens sprießt es und blüht auf, doch schon am Abend welkt und verdorrt es im heißen Wüstenwind. 7Ja, durch deinen Zorn vergehen wir, schnell ist es mit uns zu Ende! 8Unsere Schuld liegt offen vor dir, auch unsere geheimsten Verfehlungen bringst du ans Licht. 9Dein Zorn lässt unser Leben verrinnen – schnell wie ein kurzer Seufzer ist es vorbei! 10Unser Leben dauert siebzig, vielleicht sogar achtzig Jahre. Doch alles, worauf wir stolz sind, ist nur Mühe, viel Lärm um nichts! Wie schnell eilen die Jahre vorüber! Wie rasch schwinden wir dahin! 11Doch wer kann begreifen, wie gewaltig dein Zorn ist? Wer fürchtet sich schon davor? 12Mach uns bewusst, wie kurz das Leben ist, damit wir unsere Tage weise nutzen! 13HERR, wende dich uns wieder zu! Wie lange soll dein Zorn noch dauern? Hab Erbarmen mit uns, wir sind doch deine Diener! 14Schenke uns deine Liebe jeden Morgen neu! Dann können wir singen und uns freuen, solange wir leben! 15So viele Jahre litten wir unter Not und Bedrückung; lass uns nun ebenso viele Jahre Freude erleben! 16Zeige uns, wie machtvoll du eingreifst; auch unsere Kinder sollen deine mächtigen Taten sehen! 17HERR, unser Gott! Zeige uns deine Güte! Lass unsere Mühe nicht vergeblich sein! Ja, lass unsere Arbeit Früchte tragen!

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Dieser Psalm vermittelt mir beim Lesen das Gefühl, ganz klein und irgendwie auch ausgeliefert zu sein. Das meine ich positiv!

Doch die Größe Gottes, die hier beschrieben wird, reicht noch viel tiefer.

Kennst du diese Videos, in denen Schiffe auf hoher See mit riesigen Wellen kämpfen? Meistens ist noch diese düstere Gruselmusik hinterlegt, die eine geradezu angsteinflößende Wirkung erzielt.

Für die Menschen an Bord gibt es in dem Moment kein Entkommen. Aus der berauschend schönen Meerespracht, die man gern vom Strand aus beobachtet, wird eine lebensbedrohliche Naturgewalt, die jeden im Nu zerstört, der nicht auf diesem Schiff ist.

Psalm 70 beschreibt auch den Zorn Gottes, der über die Menschheit kommen wird, wenn er Gericht hält. Wie der Mensch den übergroßen Wellen ausgeliefert ist, so werden wir uns eines Tages im Angesicht des lebendigen Gottes wiederfinden.

Was könnte ausreichen, um uns vor seinem Zorn zu retten?

Ich verrate es dir: Der sicherste Ort vor Gott ist bei Gott selbst. Gott hat Rettung möglich gemacht!

Denn die Arme, die diese Welt und dich erschaffen haben, sind die gleichen Arme, die am Kreuz mit Nägeln für deine und meine Schuld durchbohrt wurden.

Ich ermutige dich, diesem Gott heute neu im Gebet zu begegnen und ihm für deine Rettung zu danken!