Josua
Kapitel 3, Vers 9–17
Trockenen Fußes
9Josua ließ die Israeliten zusammenkommen und rief ihnen zu: »Hört, was der HERR, euer Gott, euch sagt: 10Ihr sollt wissen, dass der lebendige Gott bei euch ist und dass er ganz sicher für euch alle Völker eures neuen Landes vertreiben wird: die Kanaaniter, Hetiter, Hiwiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter. 11Seht, hier ist die Bundeslade des Herrn, dem die ganze Welt gehört! Die Priester werden sie vor euch her in den Jordan tragen. 12-13Sobald ihre Füße den Jordan berühren, wird das Wasser sich flussaufwärts stauen und wie ein Wall stehen bleiben. Wenn das geschehen ist, brauche ich zwölf Männer von euch. Wählt aus jedem Stamm einen aus!« 14Das Volk brach seine Zelte ab und war bereit, den Fluss zu überqueren. Vor ihnen gingen die Priester mit der Bundeslade. 15Der Jordan war wie jedes Jahr zur Erntezeit über die Ufer getreten. Als nun die Träger der Bundeslade das Wasser berührten, 16staute es sich. Es stand wie ein Wall sehr weit flussaufwärts in der Nähe des Ortes Adam, der bei Zaretan liegt. Das Wasser unterhalb des Walles lief zum Toten Meer hin ab. So konnte das Volk durch das Flussbett gehen. Vor ihnen lag die Stadt Jericho. 17Die Priester mit der Bundeslade des HERRN standen auf festem Grund mitten im Jordan, und die Israeliten zogen trockenen Fußes an ihnen vorüber ans andere Ufer.
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Weitere Infos →Zwischen dem Volk und Jericho lag der Jordan. Mit Sicherheit hatten sich einige der Israeliten schon gefragt, wie sie da hinüberkommen sollten. Josua hatte eine Antwort für sie:
"Sobald ihre Füße [die der Priester] den Jordan berühren, wird das Wasser sich flussaufwärts stauen." [12-13]
Wäre ich Josua, hätten mir bei dieser Aussage sehr wahrscheinlich die Knie gezittert. Was ist, wenn nichts passiert? Würden mir die Leute als Leiter immer noch vertrauen?
Und wie es so oft bei Wundern ist: Zu Beginn sieht es nach vielem aus, vor allem nicht nach einem Wunder.
"Der Jordan war wie jedes Jahr zur Erntezeit über die Ufer getreten." [15]
Als die Priester den ersten Schritt ins Wasser gingen, passierte vor ihren Augen nichts. Das Wasser staute sich "sehr weit flussaufwärts" [15]. Zwangsläufig floss für ein paar Momente die gleiche Masse Wasser an ihnen vorbei.
Die Frage ist, ob du in einer solchen Situation den zweiten Schritt gehst. Dann, wenn du im Herzen nur hoffen kannst, dass ein Wunder unterwegs ist.
Diese Frage ist so kraftvoll, relevant und praktisch, dass es eigentlich gar nicht mehr viel zu sagen braucht. Viele von uns haben es bereits erlebt oder werden diesen Moment in ihrem Leben erleben. Nichts sieht nach einem Wunder aus. Nur in uns ruft eine Stimme: Das Wunder ist auf dem Weg.
Werden wir den zweiten Schritt gehen?