Johannes
Kapitel 14, Vers 15–24
VOM GEIST DER WAHRHEIT
15»Wenn ihr mich liebt, werdet ihr so leben, wie ich es euch geboten habe. 16Dann werde ich den Vater bitten, dass er euch an meiner Stelle einen anderen Helfer gibt, der für immer bei euch bleibt. 17Dies ist der Geist der Wahrheit. Die Welt kann ihn nicht aufnehmen, denn sie ist blind für ihn und erkennt ihn nicht. Aber ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch leben. 18Nein, ich lasse euch nicht als hilflose Waisen zurück. Ich komme wieder zu euch. 19Schon bald werde ich nicht mehr auf dieser Welt sein, und niemand wird mich mehr sehen. Nur ihr, ihr werdet mich sehen. Und weil ich lebe, werdet auch ihr leben. 20An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich eins bin mit meinem Vater und dass ihr in mir seid und ich in euch bin. 21Wer meine Gebote annimmt und danach lebt, der liebt mich wirklich. Und wer mich liebt, den wird mein Vater lieben. Auch ich werde ihn lieben und mich ihm zu erkennen geben.« 22Da fragte ihn Judas – nicht Judas Iskariot, sondern der andere Jünger mit demselben Namen: »Herr, weshalb willst du dich nur uns, deinen Jüngern, zu erkennen geben, warum nicht der ganzen Welt?« 23Ihm antwortete Jesus: »Wer mich liebt, richtet sich nach dem, was ich gesagt habe. Auch mein Vater wird ihn lieben, und wir beide werden zu ihm kommen und für immer bei ihm bleiben. 24Wer mich aber nicht liebt, der lebt auch nicht nach dem, was ich sage. Meine Worte kommen nicht von mir, sondern von meinem Vater, der mich gesandt hat.
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Weitere Infos →Jüngerschaft, also Jesus Christus nachfolgen zu wollen, ist nicht immer das leichteste Vorhaben der Welt. Die Gebote, die Jesus uns in Gottes Wort mitteilt (z. B. die zahlreichen Gebote in Jesu Bergpredigt), wirken schnell erdrückend. Wie um alles in der Welt soll ich es schaffen, diesen Ansprüchen Gottes gerecht zu werden?!
Das Evangelium von Jesus Christus spricht aber eine ganz andere Sprache. Es geht nicht darum, besonders fromme Werke für Gott zu tun und sich plötzlich an alle Gebote Gottes halten zu können, um erlöst zu sein. Dies wäre ja der alte Weg der Pharisäer, den Jesus entschieden ablehnt! Gute Werke für Gott mögen aus einem lebendigen Glauben erwachsen. Doch der Glaube selbst bleibt am Ende der entscheidende Faktor für die Erlösung einer Person! (Vgl. Johannes 3:16) Dieser Glaube ist es auch, der dich und mich den Heiligen Geist empfangen lässt (vgl. Römer 8).
Eben dieser Heilige Geist ist der Helfer, von dem in den Versen für heute die Rede ist. Der Heilige Geist ist es, der dich und mich von innen heraus hin zu Gottes Ebenbild verändert (vgl. Galater 5). Es kommt nicht auf unsere eigene Kraft an, sondern auf Gottes Kraft in uns. Wir dürfen mit dem Heiligen Geist in uns lernen, mehr und mehr die Gebote Gottes zu halten. Erlöst sind wir jedoch aufgrund des Todes Jesu am Kreuz und unseres Glaubens an ihn!