Matthäus
Kapitel 22, Vers 15–22
DIE FRAGE NACH DER STEUER
15 Da kamen die Pharisäer zusammen und berieten, wie sie Jesus mit seinen eigenen Worten in eine Falle locken könnten. 16 Sie schickten ein paar von ihren Jüngern und einige Anhänger von König Herodes zu ihm. Die fragten ihn scheinheilig: »Lehrer, wir wissen, dass es dir allein um die Wahrheit geht. Du sagst uns klipp und klar, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. Du redest den Leuten nicht nach dem Mund – ganz gleich, wie viel Ansehen sie besitzen. 17 Deshalb sage uns: Ist es eigentlich Gottes Wille, dass wir dem römischen Kaiser Steuern zahlen, oder nicht?« 18 Jesus durchschaute ihre Hinterhältigkeit. »Ihr Heuchler!«, rief er. »Warum wollt ihr mir eine Falle stellen? 19 Zeigt mir eines der Geldstücke, mit denen ihr die Steuern bezahlt!« Sie gaben ihm eine römische Münze. 20 Er fragte sie: »Wessen Bild und Name sind hier eingeprägt?« 21 Sie antworteten: »Die des Kaisers.« Da sagte Jesus zu ihnen: »Nun, dann gebt dem Kaiser, was ihm zusteht, und gebt Gott, was ihm gehört!« 22 Diese Antwort überraschte sie. Sie ließen Jesus in Ruhe und gingen weg.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Jesus spricht den Menschen tatsächlich nicht nach dem Mund. Als Sohn Gottes steht er auf jeden Fall über den Absichten eines jeden Menschen - aber das krasse an diesem Umstand ist doch, dass er sich trotzdem mit jedem von uns unterhalten möchte! Er kennt unsere Anliegen, unsere Sehnsüchte, unsere Wünsche. Gleichzeitig kennt er aber auch jeden Abgrund unseres Herzens und kann so auch die Absichten der Jünger, der Pharisäer und der Anhänger des König Herodes direkt als „heuchlerisch“ erkennen. Gott kann und wird wirklich niemals jemandem etwas vormachen können! Und so gibt er auch ihnen, im Grunde seinen Feinden, eine direkte, knappe und ehrliche Antwort auf ihre Frage. Und ob diese Leute wahrhaben wollen, dass Jesus Gott ist oder nicht, ihnen bleiben die Worte weg. Mit dieser Antwort hätten sie eben nicht gerechnet.
Wenn ich versuche, Gott etwas vorzumachen, wird das niemals funktionieren. Im Gebet muss ich nicht lange „um den heißen Brei herumreden“. Denn Gott kennt sowieso schon den Grund hinter meinem Gebet. Ich kann befreit mit ihm über wirklich alles sprechen! Gott ist sich nicht zu schade, auf mein Anliegen zu antworten.