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Impuls

Ein Freifahrtschein?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Esra

Kapitel 7, Vers 11–​26

Esra bekommt Vollmacht vom König

11König Artaxerxes gab Esra, dem Priester, der das Gesetz Gottes so genau kannte und auslegen konnte, eine Vollmacht mit. Sie lautete: 12»Artaxerxes, der größte aller Könige, an Esra, den Priester und Beauftragten für das Gesetz des Gottes im Himmel: Sei gegrüßt! 13Ich ordne hiermit an, dass jeder Israelit in meinem Reich mit dir nach Jerusalem ziehen kann, wenn er es wünscht, auch die Priester und Leviten. 14Der König und seine sieben Berater senden dich nach Juda und Jerusalem. Du sollst erkunden, ob dort alles dem Gesetz deines Gottes entspricht, das du ja so gut kennst wie kein anderer. 15Nimm das Silber und Gold mit, das der König und seine Berater als Opfergaben für den Gott Israels gestiftet haben, dessen Tempel in Jerusalem steht. 16Auch das Silber und Gold, das du in der Provinz Babylonien bekommen wirst, und die freiwilligen Gaben, die das Volk und die Priester für den Tempel ihres Gottes sammeln, sollst du mitnehmen. 17Kaufe von dem Geld Stiere, Schafböcke und Lämmer sowie Speiseopfer und Trankopfer. Dann bringt sie auf dem Altar im Tempel eures Gottes in Jerusalem dar. 18Was ihr übrig behaltet, könnt ihr so verwenden, wie es euch richtig erscheint, nur müssen du und die anderen Priester sich dabei nach dem Willen eures Gottes richten. 19Bringe deinem Gott in Jerusalem auch alle Gegenstände, die man dir für den Dienst im Tempel geben wird. 20Was du sonst noch für den Tempel deines Gottes brauchst, wird das persische Königshaus bezahlen. 21Ich, König Artaxerxes, erteile allen Schatzmeistern in den Gebieten westlich des Euphrat den Befehl: Wenn Esra, der Priester und Beauftragte für das Gesetz des Gottes im Himmel, euch um etwas bittet, so gebt es ihm, 22und zwar bis zu 3,5 Tonnen Silber, 13 Tonnen Weizen, 2200 Liter Wein und 2200 Liter Öl, dazu Salz in unbegrenzter Menge. 23Ihr sollt gewissenhaft ausführen, was der Gott des Himmels für seinen Tempel verlangt. Denn sonst trifft sein Zorn unser Königreich, mich und meine Nachfolger. 24Niemand hat das Recht, von den Priestern, Leviten, Sängern, Torwächtern und Tempeldienern irgendwelche Steuern, Abgaben oder Gebühren zu verlangen. 25Dir, Esra, hat dein Gott Weisheit geschenkt. Darum setze für dein Volk, das westlich des Euphrat lebt, rechtskundige Männer und Richter ein! Sie sollen Recht sprechen für alle, die das Gesetz deines Gottes kennen; und wenn jemand es nicht kennt, sollt ihr ihn darin unterweisen. 26Jeder, der dem Gesetz deines Gottes und meinem Befehl nicht gehorcht, muss nach der Schwere seines Vergehens verurteilt werden: zum Tod, zum Verlust des Bürgerrechts, zu einer Geld- oder Gefängnisstrafe!«

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Hier war sich jemand der Macht Gottes und der Ehrfurcht Gott gegenüber sehr stark bewusst. König Artaxerxes wusste um die Größe und Heiligkeit Gottes. Deshalb war es ihm so wichtig, Esra und den übrigen Israeliten detaillierte Anweisungen dafür zu geben, wie sie Gott die ihm zustehenden Gaben und Opfer erbringen sollten. Der König fürchtete um Konsequenzen, die den Taten, die gegen Gottes Willen sprechen würden, folgen könnten.

Ja, dieser Text wurde zur Zeit des Alten Testaments verfasst. Und ja, seit Jesu Tod am Kreuz und seiner Auferstehung ist der Weg zu Gott allein durch den Glauben an Jesus möglich. Unsere Sünden werden von Gott vergeben, wenn wir an Jesus als unseren Herrn und Retter glauben.

Doch ist das nun ein Freifahrtschein? Die Bibel gibt hier ein klares Nein. Gott hat an Heiligkeit nie verloren. Gott ist immer noch genauso allmächtig und würdig, wie er es im Alten Testament war. Vielleicht müssen wir als Gläubige nicht mit solch starken Konsequenzen rechnen, wie sie hier beschrieben wurden. Dennoch ist es als ein Manko in der heutigen Christenheit zu bemerken, dass Menschen glauben, sie könnten sich vor dem einzigen und heiligen Gott alles erlauben, es würde ihnen ja sowieso vergeben werden.

Dazu eine Frage: Wenn du wüsstest, dein Partner bzw. deine Partnerin würde dir dein Fremdgehen vergeben, würdest du es dann tun? Und liebst du sie oder ihn dann wirklich?