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Endlich frei!

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Glaubensleben

2. Mose

Kapitel 14, Vers 15–​25

DURCHS MEER

14Der HERR selbst wird für euch kämpfen, wartet ihr nur ruhig ab!« 15Der HERR aber sagte zu Mose: »Warum schreist du zu mir um Hilfe? Sag den Israeliten lieber, dass sie aufbrechen sollen! 16Heb deinen Stab hoch und streck ihn aus über das Meer! Es wird sich teilen, und ihr könnt trockenen Fußes mitten hindurchziehen. 17Ich werde die Ägypter so starrsinnig machen, dass sie euch auch dort noch verfolgen. Ich will meine Macht und Herrlichkeit zeigen, indem ich den Pharao und sein Heer mit den Streitwagen und Reitern vernichte. 18Die Ägypter sollen erkennen, dass ich der HERR bin. Ja, mein Sieg über den Pharao, seine Streitwagen und Reiter wird mir Ehre bringen!« 19Der Engel Gottes, der bisher den Israeliten vorangezogen war, stellte sich nun ans Ende des Zuges. Auch die Wolkensäule, die sonst vor ihnen herzog, stand jetzt hinter ihnen, 20genau zwischen den Ägyptern und den Israeliten. Sie versperrte dem ägyptischen Heer wie eine dunkle Wand die Sicht, für die Israeliten aber leuchtete sie die ganze Nacht. So kamen die Ägypter während der Nacht nicht an die Israeliten heran. 21Mose streckte seine Hand über das Wasser aus; da ließ der HERR einen starken Ostwind aufkommen, der das Meer die ganze Nacht hindurch zurücktrieb und den Meeresboden zu trockenem Land machte. Das Wasser teilte sich, 22und die Israeliten konnten trockenen Fußes mitten durchs Meer ziehen. Links und rechts von ihnen türmten sich die Wassermassen wie Mauern auf. 23Die Ägypter jagten den Israeliten nach. Mit allen Streitwagen, Pferden und Reitern stürmten sie ins Meer hinein. 24Kurz vor Tagesanbruch blickte der HERR aus der Wolken- und Feuersäule auf das ägyptische Heer hinab und stiftete Verwirrung in ihren Reihen. 25Er ließ die Räder ihrer Streitwagen abspringen, so dass sie nur mühsam vorankamen. »Der HERR steht auf der Seite der Israeliten«, riefen die Ägypter, »er kämpft gegen uns! Kehrt um! Flieht!«

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Gott stellte nun endgültig seine Macht unter Beweis. Inmitten einer ausweglosen Situation griff er durch die Gestalt des Moses in die Geschichte seines Volkes ein und rettete sie. Wir stehen damit an einem Wendepunkt des Volkes Israel. Die alte Art, als ägyptische Sklaven zu leben, war nun endgültig vorbei. Gott hatte das Volk aus Ägypten herausgerufen und sein Weg durch das Meer markierte einen echten Neuanfang. Sein Leben nach Ägypten kann beginnen.

Wie übertragen wir eine solche Geschichte auf unser Leben? Ich wäre vorsichtig damit, darin die Verheißung zu erkennen, dass Gott uns aus jeder persönlichen Not erretten wird. Wenn ich mir diese Geschichte im großen Kontext anschaue, dann erscheint es mir sinnvoller, davon zu reden, dass Gott die Menschen aus einer Form von Leben (Sklaverei) in eine andere (Freiheit) ruft.

Wenn wir ein Leben mit Jesus beginnen, dann findet eigentlich genau das statt. Wir gehen – bildlich gesprochen – durch das Meer hindurch, lassen eine alte Form des Lebens hinter uns und leben von nun an ein neues Leben mit Gott. "Ägypten" liegt hinter uns und alle bösen Kräfte, die uns schaden wollen, wurden durch Jesus Christus schon besiegt.

Auf Grundlage unserer eigenen Befreiung, die durch Jesu Tod und Auferstehung möglich wurde, können wir damit die Erfahrung der Israeliten zu einem gewissen Teil mitfühlen und ihre Befreiung feiern. Gott hat sich großgemacht und für die Israeliten begann eine neue Art zu leben.