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Impuls

Endlich Lebendig!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Römer

Kapitel 7, Vers 1–​6

DIE GRENZEN DES GESETZES

1Meine lieben Brüder und Schwestern! Ihr kennt doch das Gesetz. Dann wisst ihr ja auch, dass es für uns Menschen nur Gültigkeit hat, solange wir leben. 2Was bedeutet das? Eine verheiratete Frau zum Beispiel ist an ihren Mann durch das Gesetz so lange gebunden, wie er lebt. Stirbt der Mann, dann ist sie von diesem Gesetz frei und kann wieder heiraten. 3Hätte diese Frau zu Lebzeiten ihres Mannes einen anderen Mann gehabt, wäre sie eine Ehebrecherin gewesen. Nach dem Tod ihres Mannes aber ist sie frei von den Verpflichtungen des Gesetzes. Niemand wird sie eine Ehebrecherin nennen, wenn sie als Witwe einen anderen Mann heiratet. 4Genauso wart auch ihr gebunden, und zwar an das Gesetz. Aber ihr seid davon befreit worden, als Christus am Kreuz für euch starb. Und jetzt gehört ihr nur noch ihm, der von den Toten auferweckt wurde. Nur so werden wir für Gott Frucht bringen, das heißt leben, wie es ihm gefällt. 5Von Natur aus waren wir einst der Gewalt der Sünde ausgeliefert und wurden von unseren selbstsüchtigen Wünschen beherrscht. Durch das Gesetz wurde die Sünde in uns erst geweckt, so dass wir taten, was letztendlich zum Tod führt. 6Aber jetzt sind wir nicht länger an das Gesetz gebunden, sondern von ihm befreit, denn für das Gesetz sind wir tot. Deswegen können wir Gott durch seinen Heiligen Geist in einer völlig neuen Weise dienen und müssen es nicht mehr wie früher durch die bloße Erfüllung toter Buchstaben tun.

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Wir leben 2.000 Jahre später. Aber zur Zeit des Paulus war Folgendes brandaktuell: Das Volk Gottes hatte noch bis vor wenigen Jahren streng unter dem Gesetz gelebt. Die Menschen mussten sich an sehr enge Verhaltensregeln halten, durften z. B. bestimmte Dinge nicht essen. Nur dann würden sie Gott gefallen. Das war ihre Lebensrealität. Doch jetzt war Jesus Christus aufgetaucht. Der verheißene Messias. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus eine neue Möglichkeit geschaffen, Gott zu gefallen: An ihn als Messias und Christus zu glauben! Paulus weiß, dass es nötig ist, diese Veränderung nochmal genauer zu erläutern. Denn sie birgt eine wunderbare Perspektive für jeden seiner Leser: „Jetzt sind wir nicht länger an das Gesetz gebunden, sondern von ihm befreit, denn für das Gesetz sind wir tot. Deswegen können wir Gott durch seinen Heiligen Geist in einer völlig neuen Weise dienen und müssen es nicht mehr wie früher durch die bloße Erfüllung toter Buchstaben tun.“ (Vers 6b)

Wir wollen Gott gefallen? Dann brauchen wir keine tote Nachfolge mehr durchstehen, sondern dürfen in wunderbar lebendiger Nachfolge leben! Jede und jeder, der Jesus Christus in sein Herz einlädt und bewusst eine Entscheidung für ihn trifft, ihn zum Herrn seines Lebens ernennt, erhält den Heiligen Geist. Und dieser Geist ist lebendig und macht lebendig. Dieser Heilige Geist ist Gott selbst, ein Teil dessen Dreieinigkeit. Der Heilige Geist wird in der Bibel auch Tröster genannt. Er verteilt Gaben, die direkt von Gott kommen. Er erinnert jeden einzelnen an dessen Kindschaft Gott gegenüber, wenn das Herz mal wieder zweifelt. Und noch eine wunderbare Eigenschaft hat der Heilige Geist: Wenn wir ihn in unserem Leben durch den Glauben an Jesus Christus haben, dann wird er uns im Inneren verändern (vgl. Vers 5). Wir werden nicht mehr vorrangig unseren selbstsüchtigen Wünschen folgen, wie es das Gesetz in den Menschen bewirkt hat, sondern eine positive Veränderung an uns bemerken. Eine Veränderung, die tatsächlich nur Gott bewirken kann. Ich möchte gerne wieder aufmerksamer dafür werden, wie Gott an mir arbeitet und vielleicht auch schon gearbeitet hat. Du auch?