Hebräer
Kapitel 4, Vers 1–11
RUHE BEI GOTT
1Deshalb müssen wir alles daransetzen, dass keiner von uns das Ziel verfehlt. Denn Gottes Zusage, uns seine Ruhe zu schenken, ist noch nicht erfüllt. 2Auch uns gilt ja diese gute Botschaft, die Gott unseren Vorfahren gab. Ihnen freilich nutzte dies nichts; denn sie haben Gottes Zusage zwar gehört, aber sie vertrauten Gott nicht. 3Doch wir, die wir ihm vertrauen, werden zu der Ruhe gelangen, die Gott versprochen hat. Gott hat gesagt: »In meinem Zorn über ihren Unglauben habe ich geschworen: Niemals sollen sie in das verheißene Land kommen, nie die Ruhe finden, die ich ihnen geben wollte!« Und das sagte Gott, obwohl es diese Ruhe von allem Anfang an gab, als Gott die Welt geschaffen hatte. 4Es heißt doch vom siebten Schöpfungstag: »Nachdem Gott alles geschaffen hatte, ruhte er am siebten Tag von seiner Arbeit.« 5Dennoch schwört Gott: »Niemals sollen sie in das verheißene Land kommen, nie die Ruhe finden, die ich ihnen geben wollte!« 6Das bedeutet: Gottes Angebot, uns seine Ruhe zu schenken, besteht auch heute noch. Zuerst galt dieses Versprechen ja unseren Vorfahren. Doch sie haben seine Erfüllung nicht erlebt, weil sie sich Gottes Willen widersetzten. 7Darum hat Gott einen neuen Tag festgesetzt, an dem er sein Versprechen erfüllen will. Dieser Tag heißt »Heute«. Lange Zeit nach seiner ersten Zusage ließ er durch König David sagen: »Heute, wenn ihr meine Stimme hört, dann verschließt eure Herzen nicht.« 8Hätte Josua unsere Vorfahren tatsächlich in die Ruhe hineingeführt, würde Gott später nicht von einem anderen Tag sprechen. 9Gottes Volk erwartet also bis heute die Zeit der Ruhe, den wahren Sabbat. 10Wer zu dieser Ruhe gefunden hat, wird von aller seiner Arbeit ausruhen können, so wie Gott am siebten Schöpfungstag von seinen Werken ruhte. 11Darum lasst uns alles daransetzen, zu dieser Ruhe Gottes zu gelangen, damit niemand durch Ungehorsam das Ziel verfehlt. Unsere Vorfahren sind uns darin ein warnendes Beispiel.
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Weitere Infos →Immer arbeiten. Hetzen. Keine Ruhe finden. Burn-out. Eine in unserer Zeit bekannte Lebensweise. Immer mehr kommt auch unsere aktuelle westliche Kultur dahinter, dass ein solches Arbeiten bis zum (gefühlten) Exitus nicht die wahre Erfüllung sein kann. Es gibt Präventionsmaßnahmen für Burn-out sowie Therapien und Ansätze für eine entspanntere Arbeitsweise. Was wir im Arbeitsleben verstanden haben, verstehen wir noch lange nicht so leicht im Glaubensleben. Was meine ich damit?
Der Text für heute erzählt von einer Ruhe. Von einer Ruhe, die die Vorfahren Israels zwar von Gott verheißen bekommen hatten, allerdings nahmen sie diese Ruhe nicht an. Gemeint ist mit dieser Ruhe die Ruhe von eigenen Werken. Gott verlangte von den Menschen keine guten Taten mehr, um sich dadurch das ewige Heil bei ihm zu verdienen. Er schuf einen neuen Weg. Den nahmen und nehmen aber bis heute viele Menschen nicht an. Die Religionen erzählen davon, wie sich Menschen abmühen, irgendwie einen Platz im Paradies zu bekommen. Dabei hat Gott selbst doch bereits alles getan: Jesus Christus starb für die Schuld aller Menschen am Kreuz. Er stand von den Toten auf. Und wer dieses Geschenk der Gnade für sein eigenes Leben durch Glauben annimmt, der wird gerettet sein! [Vgl. z. B. Johannes 3:16] Dieser Mensch kann endlich ruhen. In Gottes vollbrachtem Erlösungswerk am Kreuz.