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Impuls

Entscheidungen unter Druck

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

1. Mose

Kapitel 43, Vers 1–​14

JAKOB LÄSST DIE BRÜDER ZIEHEN

1Die Hungersnot in Kanaan wurde immer drückender. 2Bald war das Getreide aufgebraucht, das sie aus Ägypten mitgebracht hatten. »Geht wieder nach Ägypten und kauft etwas!«, bat Jakob seine Söhne. 3-5Juda erwiderte: »Der Mann hat uns ausdrücklich gesagt: ›Lasst euch nicht mehr hier blicken, außer ihr bringt euren Bruder mit!‹ Wir können also nur gehen und Getreide kaufen, wenn du Benjamin mit uns kommen lässt! Sonst hat unsere Reise keinen Sinn.« 6»Warum habt ihr dem Mann überhaupt erzählt, dass ihr noch einen Bruder habt? Musstet ihr mir das antun?«, fragte Jakob. 7»Der Mann hat sich genau nach unserer Familie erkundigt«, entgegneten sie. »Er wollte wissen, ob unser Vater noch lebt und ob wir noch einen Bruder haben. Konnten wir denn ahnen, dass er sagen würde: ›Bringt euren Bruder mit‹?« 8Juda schlug vor: »Vertrau mir den Jungen an! Dann können wir losziehen, und keiner von uns muss verhungern. 9Ich übernehme für ihn die volle Verantwortung. Wenn ich ihn dir nicht gesund zurückbringe, will ich mein Leben lang die Schuld dafür tragen! 10Wir könnten schon zweimal wieder hier sein, wenn wir nicht so lange gezögert hätten!« 11Da gab Jakob nach: »Wenn es sein muss, dann nehmt Benjamin mit. Bringt dem Mann etwas von den besten Erzeugnissen unseres Landes: kostbare Harze, außerdem Honig, Pistazien und Mandeln. 12Nehmt doppelt so viel Geld mit, wie ihr braucht, und gebt den Betrag zurück, der oben in euren Säcken lag. Vielleicht war es ja nur ein Versehen. 13Macht euch mit Benjamin auf den Weg. 14Ich bete zum allmächtigen Gott, dass der ägyptische Herrscher Mitleid mit euch hat und Simeon und Benjamin freigibt. Und wenn ich meine Kinder verliere, dann muss es wohl so sein!«

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Der Hunger plagte Jakob, seine Familie und das ganze Land Kanaan. Das Getreide, das die Söhne aus Ägypten mitgebracht hatten, ging zur Neige. Neben dem großen Druckfaktor der Hungersnot kam nun hinzu, dass Josef, den die Brüder ja nicht als solchen erkannten, als Mächtiger im Land Ägypten angeordnet hatte, dass die Brüder erst dann erneut in Ägypten nach Getreide fragen sollten, wenn sie ihren Bruder Benjamin mitbrächten. Für den Vater Jakob war das eine große innere Herausforderung: Noch immer trauerte er um seinen totgeglaubten Sohn Josef. Nun auch noch Benjamin auf solch eine Art vermutlich zu verlieren, würde für ihn riesige Trauer bedeuten. Der zweite Druckfaktor war also die große Angst um seinen Sohn Benjamin. Aber alle brauchten nun einmal dringend etwas Essen zum Überleben. Also gab Jakob schließlich nach und ließ seine Söhne mitsamt Benjamin nach Ägypten ziehen.

Spoiler: Das war die richtige Entscheidung. Benjamin würde gar nichts passieren, Jakob würde auf diese Weise sogar seinen totgeglaubten Sohn Josef wieder in die Arme schließen können und Getreide würde es ebenso geben.

Wie oft stehen wir unter Druck, fühlen uns bei einer Entscheidung hin- und hergerissen? Gott hat immer den Durchblick, auch wenn wir ihn nicht mehr haben. In großen und kleinen Entscheidungen des Lebens darfst du dich IHM anvertrauen. Er wird dir Weisheit schenken! (Vgl. Jakobus 1:5+6)

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