STAYONFIRE

Impuls

Die Brüder haben sich verändert

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Glaubensleben

1. Mose

Kapitel 44, Vers 11–​17

DAS VERHÄNGNIS

11Hastig stellte jeder seinen Sack auf die Erde und öffnete ihn. 12Der Verwalter durchsuchte alle Säcke sorgfältig, er ging der Reihe nach vom Ältesten bis zum Jüngsten, und schließlich fand er den Becher bei Benjamin. 13Da zerrissen die Brüder ihre Kleider vor Verzweiflung, beluden ihre Esel und kehrten in die Stadt zurück. 14Josef war noch in seinem Palast, als Juda und seine Brüder dort ankamen. Sie warfen sich vor ihm nieder. 15»Warum habt ihr das versucht?«, stellte Josef sie zur Rede. »Ihr hättet wissen müssen, dass ein Mann wie ich so etwas durchschaut!« 16Juda antwortete: »Was sollen wir jetzt noch zu unserer Verteidigung vorbringen? Es gibt nichts, womit wir uns rechtfertigen könnten. Gott hat eine Schuld von uns bestraft. Darum sind wir alle deine Sklaven – nicht nur der, bei dem dein Becher gefunden wurde!« 17»Nein, auf keinen Fall!«, entgegnete Josef. »Nur der ist mein Sklave, der den Becher gestohlen hat, ihr anderen seid frei und könnt unbehelligt zu eurem Vater zurückkehren!«

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Josef ihnen auf gemeine Weise Probleme machen wollte. Die Brüder erhielten Nahrungsmittel, bekamen sogar ihr Geld zurück und doch wurde dem jüngsten Bruder Benjamin auch Josefs Kelch untergeschoben. Es liegt nahe, dass Josef seine Brüder prüfen wollte. Sie waren verantwortlich für Benjamin und er wollte sich vergewissern, ob sie wirklich für ihn sorgen würden. Schließlich hatte er ihre Bosheit am eigenen Leib erlebt.

Als nun bei Benjamin der Kelch gefunden wurde, drehten alle sofort zu Josef um. Sie zerrissen ihre Kleider als Ausdruck ihrer Trauer. Sie hatten sich tatsächlich verändert. Dieses Mal ließen sie ihren Bruder nicht links liegen, sondern sie fühlten mit ihm und brachten Zuneigung für ihn auf. Juda ergriff als Leiter der Geschwister das Wort und setzte sich für Benjamin ein. Es sei nicht seine Schuld gewesen und er beteuerte dessen Unschuld in dieser Situation. Gott hätte ihr früheres Fehlverhalten entdeckt und würde sie deswegen auf diese Weise bestrafen. Er bekannte die eigene Schuld und bot Josef stattdessen an, dass sie alle zu seinen Sklaven werden sollten.

Diese Textstelle führt deutlich vor Augen, dass jene boshaften Brüder dazugelernt und sich tatsächlich verändert hatten. Ich stelle mir das nicht gerade einfach vor, was sie da für ihren Bruder Benjamin riskierten. Gutes Tun und ein verändertes Verhalten an den Tag zu legen, hat wenig mit leichter Arbeit zu tun. Es kostet Kraft und braucht Mut. Doch es zahlt sich aus, wie der weitere Verlauf der Geschichte zeigen würde. Dies kann auch uns dazu ermutigen, aus den eigenen Fehlern zu lernen und sich mutig für das Gute einzusetzen.