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Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Glaubensleben

1. Mose

Kapitel 42, Vers 17–​23

JOSEF SPERRT DIE BRÜDER EIN

17Er sperrte sie alle für drei Tage ein. 18Am dritten Tag sagte er zu ihnen: »Ich bin ein Mann, der Ehrfurcht vor Gott hat. Darum lasse ich euch unter einer Bedingung am Leben: 19Um eure Ehrlichkeit zu beweisen, bleibt einer von euch hier in Haft. Ihr anderen geht mit einer Ladung an Getreide zurück, damit eure Familien nicht mehr hungern müssen. 20Aber bringt mir euren jüngsten Bruder herbei! Dann weiß ich, dass ihr die Wahrheit gesagt habt, und lasse euch am Leben.« Die Brüder willigten ein. 21Sie sagten zueinander: »Jetzt müssen wir das ausbaden, was wir Josef angetan haben! Wir sahen seine Angst, als er uns um Gnade anflehte, aber wir haben nicht gehört.« 22»Habe ich euch damals nicht gesagt, ihr solltet den Jungen in Ruhe lassen?«, warf Ruben den anderen vor. »Aber ihr habt nicht gehört. Jetzt müssen wir für seinen Tod büßen!« 23Sie ahnten nicht, dass Josef sie verstand, denn vorher hatte er durch einen Dolmetscher mit ihnen geredet.

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Josefs Brüder wurden von ihm in den Kerker eingesperrt. Nun ergab sich für Josef die Gelegenheit, Rache an ihnen zu nehmen. Stattdessen bot er seinen Geschwistern das Leben an. Unter der Bedingung, dass sie ihren jüngsten Bruder beim nächsten Mal mitbrächten, durften bis auf einen Bruder alle gehen und die Familie versorgen.

In jener nervenaufreibenden Situation erinnerten sich die Brüder an Josef und daran, wie sie mit ihm umgegangen waren. Sie spürten ihre Schuld. Sie hatten keine Gnade mit ihrem Bruder gehabt. Kaltherzig hatten sie ihn als Sklaven verkauft. Manchmal braucht es Situationen wie diese, um auf das eigene lieblose Fehlverhalten aufmerksam zu werden.

Solche Erkenntnisse sind bei Weitem nicht schön. Rubens Reaktion ist das beste Beispiel dafür. Er wollte sich direkt von der Schuld abgrenzen, da er ja nicht die Hauptschuld getragen hat. Doch ein solches Verdrängen der eigenen Verantwortung hilft niemanden.

Insbesondere als Nachfolger Jesu sollten wir solchen Momenten gegenüber aufmerksam sein. Sie erinnern uns womöglich an Menschen, die wir verletzt oder an denen wir lieblos gehandelt haben. Diese Gedankenblitze inmitten des Alltags können dazu beitragen, dass wir mit uns selbst gnädiger werden und in der Liebe zu anderen sowie zu Gott zunehmen. Auf diese Weise können solche unschönen Situationen zu einer geistlichen Übung für uns werden.