STAYONFIRE

Impuls

Hochmut kommt vor dem Fall

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Identität

1. Mose

Kapitel 37, Vers 12–​22

JOSEF SOLL VERSCHWINDEN

12Eines Tages trieben Josefs Brüder die Viehherden ihres Vaters nach Sichem, um sie dort weiden zu lassen. 13-14Da sagte Jakob zu Josef: »Geh zu deinen Brüdern nach Sichem und erkundige dich, wie es ihnen und dem Vieh geht! Dann komm wieder und berichte mir!« »Gut«, sagte Josef. Er verließ das Tal von Hebron und machte sich auf den Weg nach Sichem. 15Dort irrte er auf den Weideplätzen umher, bis er einen Mann traf. »Wen suchst du?«, fragte der. 16»Meine Brüder mit ihren Herden. Hast du sie vielleicht gesehen?«, entgegnete Josef. 17»Ja, sie sind von hier weitergezogen«, antwortete der Mann, »ich habe gehört, wie sie sagten, sie wollten nach Dotan ziehen.« Josef ging nach Dotan und fand sie dort. 18Seine Brüder erkannten ihn schon von weitem. Noch bevor er sie erreichte, beschlossen sie, ihn umzubringen. 19»Da kommt ja der Träumer!«, spotteten sie untereinander. 20»Los, wir erschlagen ihn und werfen ihn in einen der tiefen Brunnen hier in der Gegend! Unserem Vater erzählen wir, ein wildes Tier hätte ihn gefressen. Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird!« 21Nur Ruben wollte ihn retten. »Wir dürfen ihn nicht töten!«, rief er. 22»Vergießt kein Blut! Werft ihn doch lebend in diesen Brunnen hier in der Steppe!« Ruben wollte ihn später heimlich wieder herausziehen und zu seinem Vater zurückbringen.

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Viele Menschen mögen die Geschichte von Josef und davon, wie Gott dessen missliche Lage zum Guten gewandt hat. Josefs Brüder würden sicherlich eine andere Geschichte erzählen. Sie würden von dem abgehobenen und verzogenen Bruder berichten. Von Papas Liebling, der sich schon immer für was Besseres gehalten hatte. Von diesem komischen Traum, in dem sich alle vor ihm verneigen sollten. Seine Brüder waren nicht gut auf ihn zu sprechen und mochten ihn nicht.

Im heutigen Textabschnitt entlädt sich nun ihr Hass an Josef. Sie hatten ihn satt und entrissen ihm daraufhin seine besondere Stellung. Sie warfen ihn in die Zisterne und holten ihn damit von seinem hohen Ross herunter. Diese Situation war ein Wendepunkt in Josefs Leben. Von nun an würde er erst mal eine Zeit lang ein unbedeutender Sklave sein.

Dieser Text regt mich an, darüber nachzudenken, auf welche Weise wir anderen gegenüber auftreten. Auch wenn Josefs Traum tatsächlich in Erfüllung ging, so zeigt die Reaktion der Brüder, was der eigene Wunsch, "besonders zu sein", bei anderen auslösen kann. Wer sich für etwas Besseres hält, wird vermutlich viel Abneigung in seinem Leben erfahren.

Auf welche Weise stelle ich mich selbst dar und wie wirke ich auf andere?