STAYONFIRE

Impuls

Eine schmerzvolle Lüge

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

1. Mose

Kapitel 37, Vers 29–​36

JAKOBS TRAUER UM JOSEF

29Ruben aber war nicht dabei gewesen. Als er nun zum Brunnen zurückkam und bemerkte, dass Josef verschwunden war, erschrak er und zerriss entsetzt seine Kleider. 30»Der Junge ist weg!«, schrie er auf. »Wie kann ich jetzt noch meinem Vater in die Augen schauen?« 31Sie schlachteten einen Ziegenbock, wälzten Josefs Gewand in dem Blut 32und gingen damit zu ihrem Vater. »Das haben wir unterwegs gefunden«, sagten sie, »kannst du es erkennen? Ist es Josefs Gewand oder nicht?« 33Jakob erkannte es sofort. »Das Gewand meines Sohnes!«, rief er. »Ein wildes Tier hat ihn gefressen! Josef ist tot!« 34Er zerriss seine Kleider, wickelte als Zeichen der Trauer ein grobes Tuch um seine Hüften und weinte viele Tage um Josef. 35Alle seine Söhne und Töchter kamen, um ihn zu trösten, aber keinem gelang es. »Bis zu meinem Tod werde ich um ihn trauern!«, weinte er. 36Die Händler verkauften Josef in Ägypten an Potifar, einen Hofbeamten des Pharaos. Er war der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache.

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Da fehlen einem die Worte! Die Brüder verkauften ihren Bruder Josef tatsächlich an ismaelitische Händler. Neben Ruben, dem ältesten Halbbruder Josefs, hatte scheinbar niemand Zweifel an der Aktion gehabt zu haben (vgl. V. 29-30). Wie groß muss der Neid gewesen sein, dass er die Brüder dazu bewegte, Josef ganz aufzugeben? Wie groß war der Hass?

Wie wir gelesen haben, so war Josef der Lieblingssohn von Jakob. Und nicht nur das. Seine Brüder nahmen Josef als abgehoben und arrogant wahr. Tatsächlich hatten sie dafür auch ein paar gute Gründe. All diese Gründe hätten jedoch niemals rechtfertigen können, was sie Josef antaten. Dem Vater tischten sie später eine schmerzvolle Lüge auf: Ein wildes Tier habe ihn auf dem Weg zu den Brüdern umgebracht (vgl. V. 31-32).

Mich lehrt diese Geschichte mindestens zweierlei. Erstens, was für furchtbare Dinge unausgesprochener Neid in Menschen auslösen und bewegen kann. Zweitens, wie viel Schmerz Lügen in unserem Leben anrichten können. Beide Punkte führen mich zu einer neuen Sensibilität gegenüber Neid und Lüge. Zwei Dinge, die bis heute unfassbaren Schaden in unserer Welt anrichten.

Ein inneres Ankommen und Heilwerden bei Jesus können diese Probleme lösen. Neidisch bin ich dann, wenn ich Angst habe, nicht das zu bekommen, was mir zusteht. Diese Angst ist bei Jesus unberechtigt.