Josua
Kapitel 4, Vers 10–24
Dem Herrn danken
10Die Priester mit der Bundeslade standen noch immer im Flussbett. Sie blieben so lange dort, bis Josua und das Volk alle Weisungen des HERRN ausgeführt hatten, ganz wie es Moses Willen entsprach. Die Israeliten hatten den Fluss so schnell wie möglich durchquert. 11Erst als alle auf der anderen Seite waren, brachen auch die Priester mit der Bundeslade auf und nahmen ihren Platz an der Spitze des Zuges wieder ein. 12Die Stämme Ruben und Gad und der halbe Stamm Manasse zogen bewaffnet vor den anderen Israeliten her, wie Mose es befohlen hatte. 13Insgesamt waren es etwa 40.000 kampfbereite Soldaten, die unter der Führung des HERRN in die Ebene von Jericho einmarschierten. 14An diesem Tag sorgte der HERR dafür, dass ganz Israel vor Josua Achtung bekam. Das Volk hatte nun den gleichen Respekt vor ihm wie früher vor Mose; und so blieb es sein Leben lang. 15Der HERR hatte zu Josua gesagt: 16»Befiehl den Priestern, die die Bundeslade mit dem Gesetz tragen, ans Ufer zu kommen.« 17Josua forderte die Priester dazu auf, 18und sie stiegen mit der Bundeslade aus dem Jordan. Kaum berührten sie mit ihren Füßen das Land, da strömte das Wasser mit gleicher Gewalt wie zuvor, und der Jordan trat wieder über die Ufer. 19Dies ereignete sich am 10. Tag des 1. Monats. Das Volk schlug sein Lager bei Gilgal auf, an der östlichen Grenze des Gebietes von Jericho. 20Dort errichtete Josua ein Denkmal aus den zwölf Steinen, die er vom Jordan hatte mitbringen lassen. 21Er sagte zu den Israeliten: »Wenn eure Nachkommen euch eines Tages fragen werden, was diese Steine bedeuten, 22dann sollt ihr ihnen erklären: ›Die Steine erinnern uns daran, dass Israel trockenen Fußes den Jordan durchquert hat.‹ 23Denn der HERR, euer Gott, hat diesen Fluss vor euren Augen aufgestaut, damit ihr hindurchziehen konntet, so wie er euch damals einen Weg durch das Schilfmeer gebahnt hat. 24Er tat es, um allen Völkern der Welt seine Macht zu zeigen. Und auch ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, zu allen Zeiten mit Ehrfurcht begegnen!«
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Weitere Infos →Am Ende des Textes lesen wir, dass Josua den Israeliten eine Aufgabe auftrug, die nicht nur sie, sondern auch ihre Nachkommen erfüllen sollten:
"Wenn eure Nachkommen euch eines Tages fragen werden, was diese Steine bedeuten, dann sollt ihr ihnen erklären: ›Die Steine erinnern uns daran, dass Israel trockenen Fußes den Jordan durchquert hat.‹" [21-22]
Das klingt schon fast komisch in unseren Ohren. Weshalb soll ich mich an ein Wunder meiner Großeltern oder Urgroßeltern erinnern? Was haben die bitteschön mit meinem Leben zu tun? Wir erinnern uns vielleicht noch ganz gern an unsere schönen Momente, aber schauen doch am liebsten in die Zukunft.
Doch wenn man sich das Alte Testament genauer ansieht, dann merkt man schnell, dass die Israeliten einen anderen Blick auf die Zeit geworfen haben, als wir es heute tun würden. Ein Israelit damals bewegte sich wie ein Ruderboot durch die Zeit. Ein Ruderer blickt beim Rudern die ganze Zeit zurück, während er sich vorwärtsbewegt.
Wenn nun ein Israelit durch sein Leben ging, sollte sein Blick auf das gerichtet sein, was Gott schon an dessen Volk getan hatte. Er blickte zurück und erinnerte sich. Das schenkte ihm Orientierung für seinen weiteren Lebensweg. Deshalb erinnerten auch die Propheten das Volk am laufenden Band daran, wie Gott damals gewirkt hatte und was seine Gebote sind, damit sie wieder neue Orientierung für ihren heutigen Lebenswandel erhielten.
Die Bibel kann für uns eine ähnliche Funktion einnehmen, indem wir uns immer wieder neu vor Augen führen lassen, auf welche Weise Gott in der Geschichte gewirkt hat.