Hebräer
Kapitel 1, Vers 4–14
CHRISTUS, HÖHER ALS DIE ENGEL
4Gott hat Christus seinen Sohn genannt und ihn damit weit über alle Engel gestellt. 5Zu welchem Engel hat Gott wohl jemals gesagt: »Du bist mein Sohn, heute bin ich dein Vater geworden«? Und zu keinem Engel hat Gott je gesagt: »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein.« 6Als Gott seinen erstgeborenen Sohn in diese Welt sandte, erfüllte sich das Wort: »Alle Engel sollen ihn anbeten.« 7Von den Engeln heißt es in der Heiligen Schrift: »Gottes Engel sind Boten, die schnell sind wie der Wind, und Diener, die den Flammen eines Feuers gleichen.« 8Von dem Sohn aber heißt es: »Deine Herrschaft, o Gott, bleibt immer und ewig bestehen. In deinem Reich herrscht vollkommene Gerechtigkeit. 9Denn du liebst das Recht und hasst das Unrecht. Darum hat dich dein Gott als Herrscher eingesetzt und mehr als alle anderen mit Freude beschenkt.« 10Christus ist gemeint, wenn gesagt wird: »Am Anfang hast du, Herr, alles geschaffen. Die Erde und der Himmel, alles ist das Werk deiner Hände. 11Sie werden vergehen, du aber bleibst. Wie alte Kleider werden sie zerfallen, 12wie ein abgetragenes Gewand wirst du sie zur Seite legen und sie wie alte Kleidung gegen neue auswechseln. Du aber bleibst ein und derselbe, du wirst immer und ewig leben.« 13Hat Gott jemals zu einem Engel gesagt: »Setze dich auf den Ehrenplatz an meiner rechten Seite, bis ich dir alle deine Feinde unterworfen habe und du deinen Fuß auf ihren Nacken setzt«? 14Alle Engel sind nur Wesen aus der himmlischen Welt, die Gott dienen. Er sendet sie aus, damit sie allen helfen, denen er Rettung schenken will.
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Weitere Infos →Die Leser des Hebräer-Briefes befanden sich in einer spannenden Lage. Als bekennende Christen mussten sie damit rechnen, für ihren Glauben an Jesus verfolgt und verhaftet zu werden.
Ist es da nicht verständlich, ins Grübeln zu kommen? "Warum tue ich mir das alles eigentlich an? Ist Jesus es wert, all diese Last und Einschränkungen auf sich zu nehmen? Ergibt die Geschichte vom Kreuz wirklich Sinn? Sollte ich mich vielleicht doch lieber vom Glauben an Jesus abwenden? Es würde viele Dinge einfacher machen!"
So oder so ähnlich könnte es in den Köpfen der Leser des Hebräer-Briefes ausgesehen zu haben. Aus diesem Grund versucht der Autor, die Vertrauenswürdigkeit von Jesus und dem Evangelium hochzuhalten. "Ja, es lohnt sich, an Jesus dranzubleiben", erklingt der Grundtenor des Briefes.
Im heutigen Abschnitt beginnt der Schreiber, Jesu Erhabenheit gegenüber den Engeln hervorzuheben. Er ist der erstgeborene Sohn Gottes [5], angebetet durch die Engel [6], ewiger König [8-9], Schöpfer von Beginn an [10], gestern, heute und bis in alle Ewigkeit derselbe [12], auf dem Ehrenplatz sitzend zur Rechten des Vaters [13], bedient von allen Engeln und Retter für jeden [14].
Ja, es lohnt sich, an ihm dranzubleiben! Jesus ist so viel mehr als eine Person. Er ist Gottes Sohn! Lasst uns auch an Jesus Christus dranbleiben.