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Impuls

Fehl am Platz

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

2. Mose

Kapitel 2, Vers 1–​10

MOSE WIRD GEBOREN

1Zu jener Zeit heiratete ein Mann vom Stamm Levi eine Frau aus demselben Stamm. 2Sie wurde schwanger und bekam einen Sohn. Als sie sah, dass es ein gesunder, schöner Junge war, hielt sie ihn drei Monate lang versteckt. 3Doch schließlich konnte sie ihn nicht mehr verbergen. Sie nahm einen Korb aus Schilfrohr und dichtete ihn mit Erdharz und Pech ab. Dann legte sie das Kind hinein und setzte es im Schilf am Nilufer aus. 4Die Schwester des Jungen blieb in einiger Entfernung stehen, um zu beobachten, was mit ihm geschehen würde. 5Irgendwann kam die Tochter des Pharaos zum Baden an den Fluss. Ihre Dienerinnen gingen am Ufer hin und her und warteten. Plötzlich entdeckte die Tochter des Pharaos den Korb im Schilf. Sie schickte eine Dienerin hin und ließ ihn holen. 6Als sie den Korb öffnete, sah sie den weinenden Jungen darin liegen. Sie bekam Mitleid und sagte: »Das ist bestimmt eins von den hebräischen Kindern.« 7Da ging die Schwester des Jungen zu ihr und erzählte: »Ich kenne eine hebräische Frau, die gerade stillt. Soll ich sie rufen? Dann kann sie das Kind für dich stillen.« 8»Ja, ruf sie her!«, antwortete die Tochter des Pharaos. Und so lief das Mädchen los und holte ihre Mutter. 9Die Tochter des Pharaos forderte die Frau auf: »Nimm dieses Kind mit und still es für mich! Ich werde dich dafür bezahlen.« Da nahm die Frau ihren Sohn wieder zu sich und stillte ihn. 10Als der Junge größer wurde, brachte sie ihn zur Tochter des Pharaos, die ihn als ihren eigenen Sohn annahm. »Ich habe ihn aus dem Wasser geholt«, sagte sie, und darum nannte sie ihn Mose (»herausgezogen«).

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Ein Junge wurde geboren, doch es gab keinen Platz für ihn. Die Mutter setzte ihn aus, doch über verschiedene Umwege kam das Kind schließlich wieder zu seiner Mutter zurück. Sie konnte ihr eigenes Kind stillen. Als die Mutter ihren Sohn dann wirklich nicht mehr versorgen konnte, gelangte es schließlich in die Obhut der Familie des Pharaos. Dort fand es nun alles, was es zum Leben brauchte.

Dieses Kind war nicht irgendein Kind. Es war Mose. Mose würde eine absolute Schlüsselfigur in der biblischen Geschichte des Volkes Israel spielen. Gott platzierte ihn auf diese besondere Weise, wie wir sie in den Versen für heute lesen, an genau dem Ort, an dem er für seine Bestimmung sein sollte. Gott brachte Mose durch den Fluss des Wassers in die Hände genau derjenigen Personen, zu denen er kommen sollte. Faszinierend, wenn man diese Verse mit genau diesem Blick liest.

Du fühlst dich fehl am Platz? Oder dir wird weisgemacht, dass dort, wo du bist, kein Platz für dich ist? Sei dir sicher: Gott kennt deinen Platz. Gott weiß, wo er dich haben möchte. Gott kennt deine Bestimmung. Du darfst dich darauf verlassen, dass er dich mit genau den Menschen in Kontakt bringen wird, die dich an den Platz bringen, an dem du sein sollst. Gott ist dafür kein Mittel zu schade und für ihn ist kein Weg zu weit.