STAYONFIRE

Impuls

Fragen statt meckern!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

2. Mose

Kapitel 5, Vers 10–​23

DIE UNTERDRÜCKUNG WIRD HÄRTER

10Die Aufseher und ihre israelitischen Vorarbeiter gingen zu den Israeliten und gaben den Erlass des Pharaos bekannt: »Ihr erhaltet ab sofort kein Stroh mehr. 11Zieht selber los und seht zu, wo ihr es herbekommt! Aber lasst euch ja nicht einfallen, heute Abend weniger Ziegel abzuliefern!« 12Daraufhin zogen die Israeliten durch das ganze Land, um Stroh für die Herstellung von Ziegeln zu sammeln. 13Die Aufseher trieben sie unerbittlich an: »Beeilt euch, denn ihr müsst genauso viele Ziegel abliefern wie früher, als ihr noch Stroh bekommen habt!« 14Die ägyptischen Aufseher prügelten die israelitischen Vorarbeiter, die sie eingesetzt hatten, und schrien sie an: »Warum habt ihr gestern und heute nicht genug Ziegel hergestellt?« 15Darauf gingen die israelitischen Vorarbeiter zum Pharao und beschwerten sich: »Herr, weshalb behandelst du uns so? 16Wir bekommen kein Stroh mehr geliefert, und gleichzeitig verlangt man von uns die gleiche Menge an Ziegeln wie früher! Das schaffen wir nicht und werden zur Strafe auch noch geschlagen. Dein Volk tut uns großes Unrecht!« 17Der Pharao aber rief: »Faul seid ihr, nichts als faul! Nur deshalb wollt ihr wegziehen und dem HERRN Opfer darbringen! 18Und jetzt geht wieder an die Arbeit! Alles bleibt, wie es ist: Ihr bekommt kein Stroh mehr und müsst trotzdem so viele Lehmziegel abliefern wie früher.« 19Da merkten die israelitischen Vorarbeiter, in welcher ausweglosen Lage sie sich befanden: Die Arbeit wurde ihnen nicht erleichtert, sie mussten Tag für Tag die frühere Menge an Ziegeln herstellen. 20Als sie den Königspalast verließen, trafen sie Mose und Aaron, die draußen auf sie warteten. 21»Das soll euch der HERR heimzahlen!«, schimpften die Vorarbeiter. »Ihr habt den Pharao und seine Beamten gegen uns aufgebracht. Ihr habt ihnen das Schwert in die Hand gegeben, mit dem sie uns töten werden!« 22Da rief Mose zum HERRN: »Ach, Herr, warum hast du deinem Volk das angetan? Und warum hast du mich überhaupt hierhergesandt? 23Denn seit ich in deinem Auftrag mit dem Pharao geredet habe, unterdrückt er das Volk nur noch härter. Und du unternimmst nichts, um uns zu helfen!«

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Die Israeliten waren verzweifelt! Für die gleiche harte Arbeit wurden ihnen nun auch noch die Bedingungen weiterhin erschwert … Der Pharao bestrafte Gottes Volk, weil Mose und Aaron im Auftrag Gottes um die Befreiung seines Volkes aus der Sklaverei gebeten hatten. Verständlich ist es, dass nun die israelitischen Vorarbeiter die Schuld bei Mose und Aaron für die immer grausamer werdende Situation suchten. Die Fronten waren mittlerweile mehr als verhärtet.

Wie oft passiert es, dass du und ich die Schuld für eine schlimme Lage bei anderen Menschen suchen? "Ja, das liegt daran, dass du das und das gemacht hast!" – "Deinetwegen geht es mir so schlecht!" Wie selten nehmen du und ich die Vogelperspektive ein und bitten Gott um Erkenntnis darüber und Weisheit dafür, weshalb eine Lage aktuell so aussieht, wie sie aussieht?

Die Schuld für alles bei anderen Menschen zu suchen, selbst wenn diese tatsächlich dafür verantwortlich sein sollten, ist nicht der Weg zur Befreiung aus einer Lage. Ich ermutige dich, stattdessen bei Gott selbst im Gebet nach Antworten zu fragen, weshalb er dieses und jenes zugelassen hat, und dann darauf zu warten, dass Gott dir einen tieferen Sinn dahinter zeigt. Gott gebraucht tatsächlich immer alles zu deinem Besten! (Vgl. Römer 8:28)