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Impuls

Gott sitzt am längeren Hebel

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

1. Mose

Kapitel 11, Vers 1–​9

DER WUNSCH NACH UNABHÄNGIGKEIT

1Damals sprachen die Menschen noch eine einzige Sprache, die allen gemeinsam war. 2Als sie von Osten weiterzogen, fanden sie eine Talebene im Land Schinar. Dort ließen sie sich nieder 3und fassten einen Entschluss. »Los, wir formen und brennen Ziegelsteine!«, riefen sie einander zu. Die Ziegel wollten sie als Bausteine benutzen und Teer als Mörtel. 4»Auf! Jetzt bauen wir uns eine Stadt mit einem Turm, dessen Spitze bis zum Himmel reicht!«, schrien sie. »Das macht uns berühmt. Wir werden nicht über die ganze Erde zerstreut, sondern der Turm hält uns zusammen!« 5Da kam der HERR vom Himmel herab, um sich die Stadt und das Bauwerk anzusehen, das sich die Menschen errichteten. 6Er sagte: »Seht nur! Sie sind ein einziges Volk mit einer gemeinsamen Sprache. Was sie gerade tun, ist erst der Anfang, denn durch ihren vereinten Willen wird ihnen von jetzt an jedes Vorhaben gelingen! 7So weit darf es nicht kommen! Wir werden hinuntersteigen und dafür sorgen, dass sie alle in verschiedenen Sprachen reden. Dann wird keiner mehr den anderen verstehen!« 8So zerstreute der HERR die Menschen von diesem Ort über die ganze Erde; den Bau der Stadt mussten sie abbrechen. 9Darum wird die Stadt Babylon (»Verwirrung«) genannt, weil der HERR dort die Sprache der Menschheit verwirrte und sie in alle Himmelsrichtungen zerstreute.

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Die große Sintflut, von der wir in den letzten Tagen gelesen haben, war gerade vorbei. Dieses Gericht Gottes war über die Erde gekommen und Gott hatte den Menschen in seiner Gnade einen Neuanfang geschenkt (lies dazu gern noch mal 1. Mose 9). Doch direkt begannen die Menschen, erneut so richtig Mist zu bauen! Wie in 1. Mose 9 beschrieben, so hatten sie von Gott den eindeutigen Auftrag bekommen, sich jetzt über die Erde zu verteilen und sich zu vermehren. Dies war ihnen im neuen Bund des Neuanfangs nach der Sintflut mitgeteilt worden. Doch was taten sie stattdessen? Lieber taten sie sich in einer Stadt zusammen und wollten eben nicht über die Erde verteilt werden. Ihre eigenen Interessen waren ihnen wichtiger. Ihr Stolz ging über den Auftrag Gottes hinaus! Als Zeichen ihres Hochmuts bauten sie einen großen Turm. Damit wollten sie sich selbst und auch Gott beweisen, dass sie es auch ohne ihn draufhatten.

Doch diesen Hochmut der Menschen ließ sich Gott nicht gefallen. Keine einzige Person sollte die Pläne Gottes durchkreuzen, die er nun mal mit dieser Erde hatte: Den besagten Neuanfang mit einer Besiedelung der Menschen auf der ganzen Welt. Also schritt Gott ein und sorgte selbst dafür, dass sich sein guter Plan dennoch erfüllt.

Diese Geschichte zeigt uns allen mal wieder: Gott sitzt am längeren Hebel. Nichts und niemand kann seine Pläne durchkreuzen!