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Impuls

Gott erhöht den Demütigen

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Lukas

Kapitel 7, Vers 36–​50

JESUS BEI DEM PHARISÄER SIMON

36Einmal wurde Jesus von einem Pharisäer zum Essen eingeladen. Er ging in das Haus dieses Mannes und begab sich an den Tisch. 37Da kam eine Prostituierte herein, die in der Stadt lebte. Sie hatte erfahren, dass Jesus bei dem Pharisäer eingeladen war. In ihrer Hand trug sie ein Fläschchen mit kostbarem Öl. 38Die Frau ging zu Jesus, kniete bei ihm nieder und weinte so sehr, dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden. Mit ihrem Haar trocknete sie die Füße, küsste sie und goss das Öl darüber. 39Der Pharisäer hatte das alles beobachtet und dachte: »Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, müsste er doch wissen, was für eine Frau ihn da berührt. Sie ist schließlich eine stadtbekannte Hure!« 40»Simon, ich will dir etwas erzählen«, unterbrach ihn Jesus in seinen Gedanken. »Ja, ich höre zu, Lehrer«, antwortete Simon. 41»Ein reicher Mann hatte zwei Leuten Geld geliehen. Der eine Mann schuldete ihm 500 Silberstücke, der andere 50. 42Weil sie das Geld aber nicht zurückzahlen konnten, schenkte er es beiden. Welcher der beiden Männer wird ihm nun am meisten dankbar sein?« 43Simon antwortete: »Bestimmt der, dem er die größere Schuld erlassen hat.« »Du hast recht!«, bestätigte ihm Jesus. 44Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: »Sieh diese Frau an! Ich kam in dein Haus, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben, was doch sonst selbstverständlich ist. Aber sie hat meine Füße mit ihren Tränen gewaschen und mit ihrem Haar getrocknet. 45Du hast mich nicht mit einem Kuss begrüßt. Aber seit ich hier bin, hat diese Frau gar nicht mehr aufgehört, meine Füße zu küssen. 46Du hast meinen Kopf nicht mit Öl gesalbt, während sie dieses kostbare Öl sogar über meine Füße gegossen hat. 47Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben; und darum hat sie mir so viel Liebe erwiesen. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.« 48Zu der Frau sagte Jesus: »Deine Sünden sind dir vergeben.« 49Da tuschelten die anderen Gäste untereinander: »Was ist das nur für ein Mensch? Er vergibt sogar Sünden!« 50Jesus aber sagte zu der Frau: »Dein Glaube hat dich gerettet! Geh in Frieden.«

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Jesus erwartet keine Perfektion. Jesus erwartet keine großen Taten. Nein, er erwartet nur dein Herz. So wie das dieser Frau, die ihr Leben in Prostitution verbrachte, damit aus biblischer Sicht Sünde auf sich lud und ihre Schuld vor Gott erkannt hatte. Sie begriff, dass Gott (Jesus Christus) heilig und sie so unheilig ist. Aus Dankbarkeit dafür, dass Jesus ihr trotzdem ihre Sünden vergab, konnte sie nicht anders als das Kostbarste, was sie besaß, freigiebig über seine Füße zu schütten. Ihre Dankbarkeit ließ sich nicht in Worte fassen. Denn sie wusste, wie wenig sie es verdient hatte, Gnade von Gott zu bekommen. Gerade sie – die stadtbekannte Prostituierte – sollte nun ein Kind Gottes sein!

Das sprengte den Verstand der damaligen religiösen Führer. In ihrem Hochmut wollten sie nicht verstehen, dass sie selbst vor Gott ebenso keine perfekten Menschen waren. Deshalb schauten sie auf diese Frau herab: "Wir sind ja nicht so schlecht wie sie." – "Ach, wir werden vor Gott schon gerecht sein." Das Gegenteil war der Fall. Jesus würde noch hart mit den Pharisäern ins Gericht gehen, die sich selbst immer genug waren.

Hochmut kommt vor dem Fall. Gott erhöht den Demütigen und erniedrigt den Hochmütigen. So ist es immer gewesen und wird es auch immer sein. Also: Sei ermutigt, demütig vor Gott und auch vor den Menschen zu sein. Gott wird dich erhöhen.